Qabbalah

Transferthread: Bardon-Magie

 
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Transferthread: Bardon-Magie
by Selene (R3) - Tuesday, 26 July 2011, 2:58 PM
 

Transferthread: „Bardon – Magie“

 

(Dieser Thread wurde aus unserem Forum "Offizielles Forum der Ausbildungsgruppe für rituelle Magie und westliche Mysterien" kopiert und editiert. Dabei wurden die essentiellen Beiträge und Inhalte berücksichtigt.

Bitte beachtet, dass wegen der Länge des Originalthreads, er hier in Form von zwei Postings angelegt ist, die aufeinanderfolgen.)

 

Al schrieb am 21.04.2006 um 16:53:

Hallo,
hat von Euch schon jemand von Franz Bardon - Magie
gehört?
Ich habe hier ein Buch " Der Weg zum wahren Adepten"
Teilweise ist es interessant, teilweise hm.


Apollonia schrieb am 22.04.2006 um 11:13:

Hallo Al,

über Bardon ist einiges geschrieben worden.
Manche schwören auf das, was er getan und geschrieben hat, andere halten nichts davon.

Ich persönlich halte nichts von Bardon. Es ist durchaus möglich, dass seine Übungen manche Sachen bewirken, aber ich habe ich dem Buch bei seinem "Hyperventilationsatmen", das er empfiehlt, abgeschaltet. Ich halte solche Methoden für bedenklich.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


Master schrieb am 25.04.2006 um 22:29:


Mir ist vor einiger Zeit das Buch von Franz Bardon in die Hand gefallen. Das Buch "Der Weg zum wahren Adepten." Ich habe angefangen es mir durchzulesen und muss sagen, bis jetzt klingt doch alles sehr interesannt und vieles sehr leicht verständlich. Jedoch hilft ein Lexikon dabei ungemein.
Nur möchte ich jetzt mal hier Fragen, wer hat mal die Übungen Praktiziert und wie sind die so? Sind sie wirklich so effektiv oder wird hier Wein gepredigt und Wasser angeboten?


michael schrieb am 28.04.2006 um 17:01:


also ich habe mir dieses buch vor ca 4 monaten gekauft und zu lesen begonnen. nach den ersten seiten legte ich es wieder weg.
dieser bardon lobt sich von der ersten seite an auf die narzistischste art und weise selbst.
" ach wie leicht es mysterienschüler doch heute haben, da es meine anleitung gibt! wie sehr hätte ich mir gewünscht, ein solches buch zu besitzen, als ich noch schüler war! jeder schüler kann getrost alle andere literatur beiseite legen und nur aus diesem buche lernen!"

ach du lieber, weiser, göttlicher franz bardon! bitte, bitte, bitte, darf ich nur ein einziges mal, die spuren lecken, welche du hinterlassen hast!


michael schrieb am 01.05.2006 um 13:50:


ich hab´übrigens weniger was gegen das was in diesem buch steht, als vielmehr wie es geschrieben steht.
empfindet ihr das nicht als selbstbeweihräucherung?
lg michael


Apollonia schrieb am 01.05.2006 um 14:48:

Ich finde seine "Schreibe" auch ziemlich gewöhnungsbedürftig.
Und ich erwarte von jemandem der auf einer Bühne "magische Tricks" vorführt und dann Bücher über Magie schreibt, zumindest ein wenig mehr Bescheidenheit.

Magie gibt es, seitdem es Menschen gibt, und zu behaupten, daß dies der einzig wahre Weg ist, den es seit Anbeginn der Menschheit gibt, ist in meinen Augen mehr als Arrogant und erinnert mich an die Vorgehensweise von Sekten.

Salomo schrieb am 20.10.2007 um 00:10:

Ich hatte vor einiger Zeit versprochen, einen Kommentar zu Bardons "System" zu schreiben und habe des nun so ausführlich, wie es eben meine Zeit zuließ getan. Ich hoffe dieser kurze Artikel kann einige Fragen beantworten.

Die Magie des Franz Bardon

Da wir immer wieder nach Bardons "magischem System" gefragt werden (Der Weg zum wahren Adepten / Der Schlüssel zur wahren Quabbalah) hier ein paar kurz zusammengefaßte Gedanken und Informationen zu Bardon und seinem Werk:

Beginnen wir mit seinem Werk zur Qabbalah. Schon in der Einleitung wird uns hier viel Unwissen und Halbwissen als große Weisheit verkauft. Der Autor der Einleitung erdreistet sich zu behaupten, die Abweichungen des Werkes von anderen Werken wären die Wahre Qabbalah. Es beginnt schon bei der dilettantischen Schreibweise "Quabbalah", die uns verrät, daß der Autor keine Kenntnis der Originaltexte hatte. (Ich verwende im weiteren Bardons Schreibweise, um seine Konzepte von der seriösen Qabbalah zu unterscheiden.) Bardon definiert die "Quabbalah" als Wissenschaft der Buchstaben, des Wortes und der Sprache. Hier zeigt sich schon wie beschränkt sein Wissen um die Qabbalah ist, denn jeder ernsthafte Student der westlichen Mysterientradition weiß, daß dies nur ein sehr kleiner Ausschnitt dessen ist, was Qabbalah wirklich ausmacht. (Qabbalah bietet uns vor allem einen spirituellen Stufenweg zum Göttlichen.)

Bardon behauptet er würde nur die reine "Quabbalah" darstellen von allem unnützen Ballast befreit, aber dabei hat er in seinem Halbwissen das Kind mit dem Badewasser ausgeschüttet. Alles was sein Verständnis überstieg und zur tieferen Ebene der Qabbalah gehört hat er weggelassen, unter dem Vorwand es wäre unnötig. (Bzw. er kannte die betreffenden Aspekte vielfach wohl auch gar nicht.) Es ist ein sehr häufig zu beobachtendes Phänomen, daß Menschen mit geringem Verständnis die Dinge so lange vereinfachen, bis sie zu wenigen Schlagworten verkümmern. Diesen Vorgang beklagt jeder ausgebildete Astrologe bei der Populär-Astrologie, in der die komplexe Struktur eines Horoskopes, bestehend aus der Kombination aller Planeten mit Zeichen, Häusern und Aspekten allein auf die zwölf Sonnenzeichen reduziert wird. Selbstverständlich lassen sich so keine tiefergehenden astrologischen Aussagen mache. Andererseits ist es ein System, das der astrologisch ungebildete Mensch auf der Straße verstehen kann. Nicht anders ist es in der populären Nummerologie, bei der die unendliche Komplexität der Zahlenmystik auf neun Zahlen reduziert wird. Mit Bardons Buchstabenmystik verhält es sich ebenso, sie nutzt eine verzerrte und grotesk reduzierte Form eines bestimmten Aspektes der Qabbalah und hält sie für das Ganze.

Bardon betont immer wieder, daß hebräische Sprachkenntnisse nicht nötig seien, und er versucht die Bedeutung der hebräischen Sprache und Kultur für die Qabbalah herunterzuspielen, damit er (trotz seiner diesbezüglichen Unkenntnis) sich als großen Qabbalisten darstellen konnte. (Das ist so, wie wenn ein Farbenblinder betont, daß man auch ein großer Maler werden kann, ohne Farben sehen zu können. Unmöglich ist dies in der Tat nicht, aber es ist sehr viel schwieriger und wird immer eine gewisse Einschränkung bedeuten.)

Die Ergebnisse rechtfertigen ihn jedenfalls nicht. Seine Darstellung der "zehn quabbalistischen Schlüssel" (gemeint sind die Sefirot) wirkt grob und plump und zeigt kein Wissen um die tieferen Ebenen und ist ohne Verständnis der Zusammenhänge des Lebensbaumes nahezu völlig wertlos. Er behauptet in seinem Werk das Geheimnis des Tetragrammaton erschöpft zu haben, obwohl er es nicht mal in den Grundzügen verstanden hat. Die ist natürlich die notwendige Folge seines "Quabbalah-Systems". Das Mysterium des Tetragrammaton erschließt sich nicht zuletzt auch durch die Form und Symbolik der hebräischen Buchstaben, welche sich seiner "lateinisierten Quabbalah" natürlich völlig entzieht. (Man bemerke in seinem gesamten Buch schreibt er nichts zur wichtigen Symbolik der Form der Buchstaben. Dieser wichtige Bereich entzieht sich ihm völlig, da er von den hebräischen Buchstabenformen nichts weiß. Man muß sich vergegenwärtigen, daß die semitischen Zeichen die ursprüngliche Form unseres Schriftsystems sind aus welchen die griechischen sowie schließlich die lateinischen Buchstaben (sogar die Runen-Buchstaben) hervorgegangen sind. Dies berücksichtigend leuchtet es ein, daß sie auch näher an der Quelle der ursprünglichen Bedeutungen und Kraftprinzipien sind.) Seine Unkenntnis zeigt sich auch schon immer wieder in seiner Terminologie, so nennt er den Buchstaben der eigentlich VAV ausgesprochen wird immer wieder "Vau".

Selbst wenn Moses de Leon oder Chaim Vital ihren Werken einen solchen Titel gegeben hätten, fände ich es sehr unbescheiden, aber man könnte zumindest sagen, die Nachwelt hat ihnen recht gegeben, jedoch wenn einer der nicht mal die Grundbegriffe der Qabbalah kennt sich anmaßt seinen "gesammelten systematischen Mißverständnissen, Fehlinterpretationen und bloßen Wissenslücken" einen solchen Titel zu geben, dann kann man nur entsetzt den Kopf schütteln.

Wie steht es um sein sonstiges Werk und sind seine Schriften zur Magie brauchbarer?
Mit dem Rest ist es nicht viel besser bestellt. Bardon gibt den Anschein als wäre er ein großer Eingeweihter der westlichen Mysterien, dabei hat er kaum einen Schimmer der westlichen Mysterientradition. In seinen Büchern ist wiederholt von Mantra Tantra Guru Asana und anderen Begriffen der östlichen Mysterien die Rede. In Unkenntnis der westlichen Mysterien (insbesondere der Qabbalah) muß Bardon immer wieder auf östliche Terminologien zurückgreifen. Er scheint ein gewisses Halbwissen der östlichen Tradition besessen zu haben, welches er eher stümperhaft in westlichen Begriffen zu interpretieren versucht, wobei er zusätzlich dazu zum Teil auch bewußt und aus niederen Motiven in die Irre zu führen scheint nicht zuletzt um in dem Leser oder Schüler das Trugbild des "großen Weisen Frabato" zu erschaffen. Er hat sich selbst sogar als den größten Eingeweihten der Menschheit dargestellt. (Alle Weisen Magier aus der Geschichte deren Namen er kannte, hat er als frühere Inkarnationen von ihm ausgegeben. Laut Otti Votavova, seiner Sekretärin welche die Manuskripte der Lehrwerke "Der Weg zum wahren Adepten", "Die Praxis der magischen Evokation" und "Der Schlüssel zur wahren Quabbalah" für ihn auf der Schreibmaschine schrieb, gehörten dazu u.a. Henoch, Hermes Trismegistos, Lao Tse, Apollonius von Tyana, Christian Rosenkreutz, Nostradamus, Robert Fludd und der Graf von Saint-Germain.) Wenn er schließlich erwähnt, er wisse wie man Tote zum Leben erweckt (S.385), da sind Phantasie und Hochmut völlig mit ihm durchgegangen.

Gegen Franz Bardon erscheint mir sogar Aleister Crowley wie die personifizierte Bescheidenheit. Crowley verfügte zumindest über den nötigen Humor der es ihm ermöglichte über sich selbst zu lachen. An einer Stelle schreibt Crowley, daß zukünftige Generationen in ihm vielleicht einen Übermensch sehen und er zum "Dämon Crowley" wird. (Humor ist wichtig auf dem spirituellen Pfad - siehe meine Einführung in die Magie auf der Webseite!)

Mit Bardons Ehrlichkeit ist es noch schlimmer bestellt. Bardon war in den 20-iger und 30-iger Jahren ein professioneller Bühnenmagier und hat später seine Zaubertricks verwendet um seinen Schülern "magische Phänomene" vorzumachen, die diese dann natürlich nicht wiederholen konnten und so denken mußten, daß Bardon ihnen an magischem Wissen weit überlegen war. (In den östlichen Traditionen kommt es häufig vor, daß Gurus Zaubertricks als Demonstration ihrer magischen Fähigkeiten (Dort "Siddhis" genannt) verwenden um ihren spirituellen Rang zu "beweisen". Bardon scheint sich an diesen Praktiken orientiert zu haben.

Bardon hat deshalb eine so große Anziehungskraft, weil es nach Macht riecht. (Andere meinen eine besonders klare Struktur in seinen Lehren zu sehen, aber diese ist leer und ohne Inhalt.) Seine Übungen führen zwar teilweise zu gewissen Erfolgen, sind aber mindestens ebenso oft irreführend und manchmal auch kompletter Unsinn oder sogar schädlich. (Wir haben Fälle in der Ausbildungsgruppe erlebt, wo ernsthafte Suchende die vor der Ausbildung Bardons Übungen praktiziert hatten, durch die Auswirkungen der Bardon-Übungen nachhaltig in der Entwicklung ihrer inneren Fähigkeiten gebremst wurden.)

Ich will damit nicht gesagt haben, daß es nicht durchaus einige gute Gedanken in Bardons Werk gibt. Auch einige seiner Übungen funktionieren durchaus, aber diese sind den östlichen Mysterien entnommen. In der westlichen Mysterientradition haben wir oft andere Übungen für den selben Zweck und diese sind ihm völlig unbekannt. Noch dazu sind seine Anweisungen oft unvollständig. Wer seriöse Unterweisung in der Tradition der westlichen Mysterien sucht, der sollte um alle Bardonschüler und Leute, die seine Methoden verwenden, einen großen Bogen machen.

Was ist von Bardons Ethik zu halten?
Bardon erwähnt zwar am Rande eine gewissen Charakterschulung, aber dies hat eine bloße Alibifunktion. Tatsache ist, daß diese ihn nicht davor bewahrt hat dem spirituellen Hochmut zum Opfer zu fallen und daß sein System auch bei all seinen mir bekannten Schülern versagt hat - was nicht verwunderlich ist, denn niemand kann einen anderen lehren, was er selbst nicht verinnerlicht hat. Bardon redet über Charakterentwicklung und hohe Ziele, aber alles was er schreibt ist voller Hochmut. Man vergleiche seine Schriften mit denen von Walter Ernest Butler, der wahrhaft ein großer Eingeweihter war und sich durch eine tiefe Bescheidenheit auszeichnet. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: sowohl international als auch insbesondere in Deutschland mußte ich feststellen, daß jene, die eine Affinität zu Bardons Werken haben, nicht selten eher dunklen Pfaden angehören. (Was natürlich nicht heißt, daß gleich jeder Bardonleser notwendigerweise einen schlechten Charakter hat.) Obwohl Bardon selbst behauptet niemals einer Loge angehört zu haben stehen Vermutungen im Raum nach denen er Mitglied einer Organisation war, die dem dunklen Pfad angehörte - sichere Beweise gibt es meines Wissens dafür aber nicht, aber es zeigt sich immer wieder, daß viele seiner Anhänger aus diesem Umfeld kommen. Deshalb möchte ich betonen, daß Ethik eine wichtige Voraussetzung für magische Arbeit ist und besonders ein okkulter Lehrer muß den allerhöchsten ethischen Anforderungen genügen.

Wie steht es mit den höheren Zielen bei Bardon?
Bardon erwähnt zwar (Vorwort S.18), daß das Einswerden mit Gott das Ziel des Magischen Weges ist, aber er bleibt in der niederen Magie stecken und zeigt keine Wege in die höheren Bereiche und selbst in der niederen Magie vermittelt er nur verzerrtes und unvollständiges Wissen vermischt mit Fehlinformationen. Den Stufenweg zum Göttlichen durch die Qabbalah kennt er nicht und er erwähnt ihn nicht mal am Rande. In seiner "höchsten Stufe" der magischen Schulung beschreibt er das, was er "Gottesverbundenheit" nennt. Es handelt sich um eine Technik die vergleichbar ist mit dem was wir die Annahme einer Gottform nennen. Es handelt sich dabei (man höre und staune) um eine Grundtechnik die in den westlichen Mysterien jeder Anfänger erlernt. (In unserer Ausbildungsgruppe ist das Beherrschen dieser Technik in ihrer Basisform eine Voraussetzung für die erste Stufe.)

Was bleibt?
Seine scheinbare Systematik macht oberflächlich betrachtet, sicher den Eindruck, daß es sich hier um ein tiefgreifendes Schulungssystem handelt, und zieht so sicher einige Leute an die sich eine ernsthafte magische Ausbildung wünschen. Allerdings ist dieser Eindruck leider trügerisch. Es scheint mir, daß sein System das Werk eines halbwissenden Studenten östlicher Mysterien zu sein, der sich als "Guru" in der westlichen Mysterientradition versucht und dabei doch nicht mehr als ein Stümper und Scharlatan bleibt. Um seine eigenen Worte zu gebrauchen (Einleitung S. 19) er ist ein "Nachäffer der Mysterien". Teilweise weiß er es nicht besser und teilweise führt er wohl bewußt in die Irre (z.B. wenn er Zaubertricks für Magie ausgibt, damit seine Studenten ihn vergöttern). Seine fragwürdigen Methoden mögen hin und wieder geringfügige Erfolge herbeifügen, eine Wissenschaft der Magie sind sie sicher nicht, und für den ernsthaften Studenten sind sie ein bedauerlicher Irrweg.


Grey schrieb am 20.10.2007 um 17:41:

Zu den Bemerkungen zu Bardons Quabbala-Ausführungen kann ich nicht viel sagen, da ich dieses Buch nicht gelesen habe.

Zum Rest:
Man kann eben über Bardon geteilter Meinung sein. Die Sache mit den Inkarnationen stammt mMn. jedoch bereits von seinen "Jüngern", allen voran Frau Votavova, die ja den Frabato-Mythos auch erst richtig durch das gelichnamige Märchenbuch, total faktuale Autobiographie geprägt hat.

Ethik: Der Seelenspiegel kommt gleich zu beginn und ist mMn. ein wichtiger Bestandteil des ersten Buches (nach Rawn Clark sogar *der* wichtigste Teil, aber naja). Bardon weist mehrfach darauf hin, daß ohne eine Ausgeglichenheit der Elemente und die richtige gesinnung keine Erfolge (oder nur kleine) möglich sind. Man verzeihe mir wenn ich auf das folgende ad hominem nicht eingehe, allerdings möchte ich bemerken, daß, sagen wir mal "Machtgefühle, ob gerechtfertigt oder nicht bei Magie-Anfängern nicht wenig verbreitet sind. Dem kann aber auch nur Selbstkritik und ein Tagebuch als Kontrollbuch über die tatsächlichen Fortschritte entgegenwirken. Beobachtet habe ich diesen Mangel an Selbsterkenntnis aber auch bei Anwendern/Schülern anderer Systeme...von anderen (geistes-)wissenschaftlichen Feldern ganz zu schweigen.
Praktik: Ich bitte um Butter (für die Bardon-Fische). Welche Übungen genau sind hemmend oder schädlich? Wie wurden diese durchgeführt? Wurde genau nach Bardons Anweisungen gehandelt(deren Einfachheit manchmal trügerisch ist)?(zumindest für die erste Frage hätte ich gerne eine Antwort)
Persönlich fahre ich mit Bardon zur Zeit ganz gut, obwohl ich zugeben muß, daß ich in einigen Punkten insoweit abgewichen bin, daß ich ein paar Modifikationen eingebaut habe. Diese haben (ohne böse Nebenwirkungen) das Ergebnis ziemlich verbessert. Aber auch so waren bereits die Übungen der ersten Stufe ein ziemlicher Durchbruch, um es mal so zu formulieren.

Woher die Anleihen, das Material stammt, ob aus Ost oder West ist mir da eher egal. Witzigerweise decken sich Bardons Darstellungen aber ziemlich gut mit den Ausführungen von Agrippa (den ich zum 3ten Mal in der neuen(und endlich mal kritischen) englischen Übersetzung verschlinge. Liegt vielleicht aber nur an meiner Interpretation.


Grey schrieb am 10.11.2007 um 13:37:

Und da schreibe ich schon wieder etwas, obwohl ich mir vorgenommen hatte, es nicht zu tun. In Anbetracht der Tatsache, daß mir ein zuvor entgangener wichtiger Aspekt von Salomo's "Kritik" klar geworden ist, ist es vermutlich ohnehin Zeit und Energieverschwendung. Aber naja...

Zur "Quaballah": Inzwischen konnte ich mir das Buch in einer englischen Übersetzung ansehen und in Verbindung mit den anderen Werken Bardon's macht es Sinn (es ist nicht umsonst als Vorraussetzung angegeben, daß man "Der Weg..." vollständig beherrscht. Dies schließt auch die Antwort eines Kritikpunktes mit ein, denn einen "Austieg zum göttlichen" wird bereits dort geboten. Und wenn man diesen nicht vollzogen hat, versteht man vermutlich Teile der anderen Texte nicht so wie intendiert; zumindest verstehe ich einige der Beschreibungen in DWZWA nach einiger Praxis und Erfahrungen anders, als ich sie als "passiver leser" zu verstehen glaubte). Ein passenderer Titel als "wahre Quabbalah" wäre wohl "praktische Quabbalah" gewesen (btw: das Herumreiten auf "richtigen" und "falschen" Umschreibungen von Begriffen auf einem unterschiedlichen Sprachsystem finde ich ziemlich kleinlich, zumal es sich um einen bloßen Abschreibfehler handeln kann)
Bardon's Ansatz zu Kabbala (noch eine (falsche) Möglichkeit, oho) liegt höchstwahrscheinlich bei der mittelalterlichen Tradition (siehe auch Paul Allens Seite dazu). Wichtige Elemente stammen wohl von Athanasius Kirchner (nicht gerade jemand, der nicht wußte, was er schrieb) und verschiedenen anderen Kabbalisten, die ich mal zitiere:
- Rabbi Abraham Abulafia (1240-1288?), einer der wichtigsten Vertreter der hebräischen Kabbala,
- Rabbi Moshe Cordovero von Safed = der Ramak (1522-1570), der Autor der "Pardes Rimonim", das ist eines der wichtigsten zusammenfassenden Werke der Kabbalah,
- Rabbi Isaac Luria (1534-1572), auch "Ari" genannt, der die nach ihm benannten lurianische kabbalistische Mystik-Tradition begründete.

Die Zuordnungen Bardon's decken sich ja auch mit denen im Sepher Yetzirah.

Zur hebräischen Sprache meint Bardon ja, daß ein Erlenen "nicht notwendig" ist. Wenn man sich einmal Bardon's sonstigen Sprachstil vor Augen hält, wird schnell klar, was das eigentlich bedeutet. Nämlich nicht, da man kein Hebräisch lernen soll, sondern daß man auch ohne einige Erfolge erziehlen kan(!), für das Maximum wäre ein Erlernen des Herbräischen aber besser; sprich "nicht notwendig, aber ratsam" (bei der Aussprache des Althebräischen streite man sich übrigens noch immer; im Grunde weiß *niemand* wie es wirklich gesprochen wurde).
Aber ich habe davon ohnehin keine Ahnung :P

Worauf ich ja noch immer warte ist eine Antwort, welche Übungen genau denn so gefährlich sind. Unter der Annahme, daß diese Behauptungen stimmen, ist der Umstand, daß die gefährlichen Übungen nicht genannt werden etwas, das nun wieder für mein Empfinden zu tiefst unethisch ist.


felic1967 schrieb am 11.11.2007 um 11:59:
ich denke, wenn Du die Threads aufmerksam liest, in denen es um Bardon geht, wirst Du feststellen, dass die Ritualmagie-Mitglieder, andere Autoren wesentlich mehr schätzen als Bardon. Der Personenkreis, der sein Interesse bekundet hat hier in dieser Runde eine Ausbildung zu durchlaufen, hat durchaus das Recht Prioritäten zu setzen und Forumsgäste sollten dies Respektieren.

Genauso fände ich es fehl am Platze, wenn Du ein vegetarisches Restaurant aufsuchst darauf zu bestehen ein Steak zu ordern.

Ich für mich habe mehreres gelesen und einfach festgestellt, dass mir eine Autoren zusagen und andere weniger oder gar nicht. Daher sind Bücher der letzten beiden Autorengruppen einfach ganz weit unten auf meiner Priority-Leseliste. Da meine Zeit zu knapp ist um alles zu lesen, fange ich bei den Büchern an, die mir wichtig sind und nicht bei denen bei denen ich das Gefühl habe, dass sie mir sowie so nicht liegen.
Da Bardon auf mich persönlich nicht ansprechend wirkt, wird man mich auch nicht unter seinen glühenden Verehrern oder Befürwortern finden, vielleicht geht es anderen ähnlich.

Hoffentlich fühlst Du Dich jetzt nicht "bemaulkorbst", wollte nur meine Denke kundtun.


Grey schrieb am 11.11.2007 um 12:37:
oh "bemaulkorbt" fühle ich mich nicht.

Persönlich bin ich kein "glühender Bewunderer" Bardons(ansonsten würde ich seine Vorschriften nicht etwas lockerer sehen als sie beschrieben sind und diese "Reinkanationstheorie" nicht für totalen Blödsinn halten). Es ist nur so, daß Bardons System, wie viel auch immer originär von ihm selbst stammt, mir im Vergleich am besten zusagt, da es a) praktisch orientiert beschrieben und b) nicht mit undurchsichtigen Ritualen überfrachtet ist (Personen, die ohne Nachdenken oder Begreifen irgendwelche Rituale durchführen sind übrigens jene, die Bardon als "Nachäffer der Mysterien" bezeichnet; und an anderer Stelle als "Zauberer", im Gegensatz zum "Magier" - aber das Hauptproblem, das meiner Meinung nach bei übernommenen Ritualen auftritt, habe ich ja bereits beschrieben - daher konnte ich z.B. mit der neuen thelemitischen Version des KBPR gar nichts anfangen...wer ist eig. Nuut?
Daß ich weiter hier auf Bardon eingehe hat seinen Anstoß lediglich in Salomos Beitrag und diversen Andeutungen darin. Ansonsten hätte ich das Thema längst fallen gelassen oder zumindest nicht gerade aktiv verfolgt, da meine eigenen Zeit momentan auch reichlich knapp bemessen ist (ich frage mich schon manchmal ob ich meine Eintragungen ins mag. Tagebuch nicht zur Zeitersparnis abkürzen soll - so weit ist es schon gekommen.
Ansonsten bin ich hinsichtlich der erörteten Ideologien (um es mal so zu nennen) fast extrem tolerant, so daß eine Bemerkung wie "Bardons Techniken find' ich einfach Scheiße" von mir keine weitere Reaktion hervorrufen würde. Persönliche Angriffe auf verstorbene Personen, die damit zwangsläufig nichts entgegenzusetzen haben, gehen beispielsweise aber gegen mein Gerechtigkeitsempfinden.


Kalsoom schrieb am 18.11.2007 um 14:48:
Die empfohlende Lektüre für die Ritualmagie- Mitglieder finde ich ausgezeichent und Frau Dolores Ashcroft-Nowicki und W.Butler erfreuen sich meiner
höchsten Wertschätzung.
Allen großen magischen Schulungssystemem stehe ich mit großem Respekt gegenüber. Im Vergleich suche ich die Gemeinsamkeiten und hebe das Trennende nicht als Kritikpunkt an erster Stelle.

Da ich selbst positive Erfahrungen bei der Weiterentwicklung von Körper, Geist und Seele im
Schulungsweg von Franz Bardon gemacht habe, bin ich ihm sehr dankbar für den WWA.

Was seine Vergangenheit anbetrifft so wird leider meistens nicht erwähnt, dass er später hauptsächlich als Heilpraktiker arbeitete, sogar in Ermanlung von Ärtzen für kurze Zeit ein Krankenhaus leitete und nicht zu vergessen: Hitler steckte ihn ins Gefängnis, folterte ihn, da er in Kriegszeiten nicht die dunkle Seite unterstützen wollte.

Jedes "Ich" eines Menschen wird durch Schickssalschläge geformt, und unserer aller Weg
ist voll Fehler und Missverständnissen.

Was den dritten Band von Franz Bardon angeht, so war ich erst auch sehr erstaunt, dass dort nicht die Lehre der Kabbala im Sinne des Lebensbaumes dargestellt wird, sondern es geht um die Magie des Wortes. Jedes Magie-System enthält auch Schlacken.


runael schrieb am 06.08.2009 um 02:42:

Zu Bardon gibt es einen Beitrag von Salomo unter Bardon-Magie

Ich hoffe das hilft dir erstmal weiter.


Arion schrieb am 06.08.2009 um 14:24:

Gewisse Dinge vom Salomo stimm ich vollkommen zu, einige sind wie gesagt nicht ganz genau. Was mir zuerst den Eindruck vermittelte es nicht genau angeschaut zu haben. Ich denke er hat einfach ein anderes Wissen und vielleicht Hintergrund den ich nicht habe. Doch einige Dinge wollte ich noch klarstellen.
Ein Freund von mir hat viele Jahre in Tschechien verbracht und nachgeforscht und alle möglichen Sachen und Berichte zusammen gesucht, und Schüler von ihm befragt. Daher hab ich meine Quellen und ich muss sagen ich kann sicher sein das diese auch seriös ist. Da er viel Zeit und Geld investiert hat um mit dem Mythos Bardon aufzuräumen.

Mein Wissenstand:

Also zu den Büchern ist hat ja Grey schon geschrieben die wurden von Otti Votovova addaptiert und Sachen hinzugefügt um ihn zu heben. Außerdem stammt Frabato auch nicht von Franz Bardon sondern von ihr. Die Nachforschungen haben ergeben das er sich nicht über andere stellte noch sich als was besseres fühlte, oder gab. Es wurden auch einige Fehler beim übersetzen der Bücher passiert.

Zu seiner Person:
Er war sehr hilfsbereit. Hat viele Leute geheilt und sie kamen von nah und fern. Das ist ihm hoch anzurechnen. Ich habe selbst eine Spagyrische Essenz probiert und muss sagen sie wirkt noch sehr stark auch auf die feinstoffliche Ebene. Also gegen seine Heilkunst als Spagyriker kann ich nichts negatives sagen.
Die Schüler und Freunde haben meinen Freund auch berichtet das er gern Scherzte aber auch hin und wieder seine Emotionen nicht in Griff hatte...Also nicht alles eitle Wonne und Sonnenschein.
Auch ist weithin bekannt das er Bühnenzauber einsetzte und nicht echte Magie. Das er damit die Leute blendete.
Doch sollte er auch gewisse Fähigkeiten in späteren Jahren gezeigt haben. Ob das nur Trug oder Illusion war kann man heut zu Tage nicht mehr sagen.

Zu den Logen:
Er war Mitglied einigen Magisch Deutschen Logen. Gesichert ist das er bei der Adonistischen Gesellschaft lange dabei war. Andere sind nicht genau bekannt, bzw. nicht fundiert. Auch bei den Büchern von ihm hat er aus verschiedenstens Büchern und Schrift aus Logen abgeschaut und daraus seine Bücher geschrieben. Deshalb gibt es auch Indische Querverweise weil er einen Indischen Guru hatte den er verehrte.

Zu den Inhalt der Bücher:
Ich kann leider kein Fundiertes Wissen über Kabbalah noch andere Bereiche vorweisen, oder anderen Magischen Systemen. Deshalb kann ich dazu nichts sagen.
Mich würde vor allen Interessiren worauf man aufpassen sollte. Ich habe bisher einige Menschen begegnet die sich mit Magie beschäftigen. Doch sehr wenige Leute die Magisch gearbeitet haben waren hilfsbereit, ehrlich, licht und liebevoll. Doch die paar wenige haben sich ausschließlich mit Bardons System auseinander gesetzt. Auch waren es die einzigen die sehr starke Fähigkeiten sich angegeinet haben. Vielleicht kenn ich nur nicht was noch Möglich wäre. Es hat mich einfach damals sehr beeindruckt. Sowelche Fähigkeiten wie im Roman Frabato beschrieben.

Das einzige was ich weiß das sie durch die Kabbalh etc.. nach Bardon anscheinend sogar bis in die Materie wirken. Ob das nun ihr Glaube oder Imagination oder wirklich die Technik ist kann ich natürlich nicht sagen.

Meine Frage ist warum können Menschen bei Bardons System solche Kräfte entwickeln? Könnten sie noch mehr erreichen wenn sie eine andere Richtugn gehen würden? Was ist sehr Schädlich?


Andrea schrieb am 06.08.2009 um 15:09:

Hallo Arion,

vielen Dank für Dein ergänzendes Posting. Ich finde es sehr aufschlußreich und es zeigt, dass Du die Dinge differenziert betrachtest.

Was Salomo angeht, so wird es mit einer Antwort vielleicht noch etwas dauern, vielleicht ein paar Tage, ich weiß es nicht. Der Thread ist vermutlich schlicht untergegangen. Wir haben über 100 Mitglieder und gewährleisten eine durchgehend stattfindende magisch-okkulte Ausbildung mit persönlicher Betreuung, und die hat natürlch Vorrang vor dem Forum. Da Salomo der Ausbildungsleiter ist, hat er natürlich besonders viel zu tun.

Arion schrieb
Meine Frage ist warum können Menschen bei Bardons System solche Kräfte entwickeln? Könnten sie noch mehr erreichen wenn sie eine andere Richtugn gehen würden?

Zunächst einmal stecken diese Kräfte grundsätzlich in allen Menschen. Und ja, ich denke, sie könnten noch mehr erreichen - gerade im Okkultismus sind eine genaue Kenntnis, fundiertes Wissen und ein hohes ethisches und spirituelles Niveau sehr wichtig. Das System, das man benutzt, muss dies auch leisten können und nicht vorher schon "schlapp machen".


Salomo schrieb am 30.08.2009 um 22:01:

Hallo Grey und Mitleser,

hier also wie versprochen meine Antworten auf die gestellten Fragen, oder Bemerkungen:

Grey schrieb
> Und da schreibe ich schon wieder etwas, obwohl ich mir vorgenommen hatte,
es nicht zu tun. In Anbetracht der Tatsache, daß mir ein zuvor entgangener
wichtiger Aspekt von Salomo's "Kritik" klar geworden ist, ist es vermutlich
ohnehin Zeit und Energieverschwendung. Aber naja...
> Zur "Quaballah": Inzwischen konnte ich mir das Buch in einer englischen
Übersetzung ansehen und in Verbindung mit den anderen Werken Bardon's macht
es Sinn (es ist nicht umsonst als Vorraussetzung angegeben, daß man "Der
Weg..." vollständig beherrscht. Dies schließt auch die Antwort eines
Kritikpunktes mit ein, denn einen "Austieg zum göttlichen" wird bereits dort
geboten.


Wo denn? ich sehe da nur Anfängerübungen, aber kein echter Stufenweg zum Göttlichen und eben schon gar nicht den der Qabbalah. Also bietet er eben nicht das Wissen der Qabbalah.

Grey schrieb
>Und wenn man diesen nicht vollzogen hat, versteht man vermutlich Teile der
anderen Texte nicht so wie intendiert; zumindest verstehe ich einige der
Beschreibungen in DWZWA nach einiger Praxis und Erfahrungen anders, als ich
sie als "passiver leser" zu verstehen glaubte).


Ich kann nicht zustimmen, daß DWZWA viel besser wäre. Hier redet er hochtrabend über Magie aber seinen Schülern gibt er nur Halbwissen und zeigt ihnen dann Zaubertricks, damit sie ihn vergöttern.

Grey schrieb
>Ein passenderer Titel als
"wahre Quabbalah" wäre wohl "praktische Quabbalah" gewesen (btw: das
Herumreiten auf "richtigen" und "falschen" Umschreibungen von Begriffen auf
einem unterschiedlichen Sprachsystem finde ich ziemlich kleinlich, zumal es
sich um einen bloßen Abschreibfehler handeln kann)

Es geht primär darum zu zeigen, worauf Bardons Wissen basiert. Das mit dem Abschreibefehler ist eine faule Ausrede. Alles Weise das ich von mir gebe ist natürlich von mir, alle Irrtümer sind nur Tippfehler.

Tatsache ist, daß sein Buchtitel arrogant und überheblich ist und das Buch dann nur Halbwahrheiten und Irrtümer präsentiert. Es ist auch keine praktische sondern eine mißverstandene "Quabbalah".

Grey schrieb
> Bardon's Ansatz zu Kabbala (noch eine (falsche) Möglichkeit, oho) liegt
höchstwahrscheinlich bei der mittelalterlichen Tradition (siehe auch Paul
Allens Seite dazu). Wichtige Elemente stammen wohl von Athanasius Kirchner
(nicht gerade jemand, der nicht wußte, was er schrieb) und verschiedenen
anderen Kabbalisten, die ich mal zitiere:
> - Rabbi Abraham Abulafia (1240-1288?), einer der wichtigsten Vertreter der
hebräischen Kabbala,
> - Rabbi Moshe Cordovero von Safed = der Ramak (1522-1570), der Autor der
"Pardes Rimonim", das ist eines der wichtigsten zusammenfassenden Werke der
Kabbalah,
> - Rabbi Isaac Luria (1534-1572), auch "Ari" genannt, der die nach ihm
benannten lurianische kabbalistische Mystik-Tradition begründete.


Seine Quellen waren Agrippa und vielleicht Kircher (letztere war übrigens nicht unbedingt ein Qabbalist, sondern wahrscheinlich eher nur ein Linguist - obnwohl das schwer zu sagen ist). Ich denke die Werke von Abulafia, Cordovero und Luria kannte er nicht. Er wird von Anhängern gerne mit diesen in Verbindung gebracht um ihn aufzuwerten, aber was er angeblich von diesen hat findet man auch bei Agrippa oder Kircher. (Welche beide hebräisch sprechen und lesen konnten.)

Grey schrieb
> Die Zuordnungen Bardon's decken sich ja auch mit denen im Sepher Yetzirah.

Wie könnten sie? Das Sefer Jetzirah basiert auf dem hebräischen Alphabet, Bardons System auf dem lateinischen! Wo ist also eine Übereinstimmung?

Grey schrieb
> Zur hebräischen Sprache meint Bardon ja, daß ein Erlenen "nicht notwendig"
ist. Wenn man sich einmal Bardon's sonstigen Sprachstil vor Augen hält,
wird schnell klar, was das eigentlich bedeutet. Nämlich nicht, da man kein
Hebräisch lernen soll, sondern daß man auch ohne einige Erfolge erziehlen
kan(!), für das Maximum wäre ein Erlernen des Herbräischen aber besser;
sprich "nicht notwendig, aber ratsam" (bei der Aussprache des Althebräischen
streite man sich übrigens noch immer; im Grunde weiß *niemand* wie es
wirklich gesprochen wurde).
> Aber ich habe davon ohnehin keine Ahnung :P


Das sehe ich ebenso, notwendig ist es nicht, aber wenn man selbst keine Kenntnis der Orginalquellen hat, sollte man vielleicht etwas vorsichtiger mit Begriffen wie "wahre" Qabbalah sein. Was aber die Ausprache anbetrifft, man streitet sich nur um Kleinigkeiten, das Argument ist also fadenscheinig.

Grey schrieb
> Worauf ich ja noch immer warte ist eine Antwort, welche Übungen genau denn
so gefährlich sind. Unter der Annahme, daß diese Behauptungen stimmen, ist
der Umstand, daß die gefährlichen Übungen nicht genannt werden etwas, das
nun wieder für mein Empfinden zu tiefst unethisch ist.


Also ich bin nicht für Bardons System verantwortlich. Mein Rat ist die Finger davon zu lassen, wer diesen Rat mißachtet, der tut dies auf eigene Gefahr. Ich bin jedoch nur verantwortlich, für die Methoden die ich veröffentliche oder meinen Schülern an die Hand gebe, nicht für Bardons Methoden.

Wenn ich Details veröffentlichen würde müßte ich betreffende Studenten hier öffen bloßstellen, da andere Studenten dann erkennen würden ach das ist der Grund, warum der Sowieso ... und das kann ich natürlich nicht tun. (Über diesen Punkt gibt es deshalb keine Diskussion, damit wirst Du leben müssen. Was ich aber tun kann ist die grundsätzlichne Schwächen seines "Systems" aufzeigen.)

Eine Analogie: Wenn ich davor warne, daß Drogen nehmen gefährlich ist, dann ist das nicht unethisch nur weil ich nicht Hinweise gebe, welches die größten Gefahren sind und wie man das Risiko vermindert. Ich rate gar keine Drogen zu nehmen und will Leute nicht noch ermuntern indem ich ihnen das falsche Gefühl geben, daß sie es mit meinen Hinweisen sicher tun können, weil sie die Gefahren jetzt genau kennen. Ich bin der Ansicht es ist in jedem Fall ein Irrweg also rate ich die Finger davon zu lassen. Wenn jemand diesen Rat mißachtet und damit eine Bruchlandung hinlegt ist das seine eigene Verantwortung. Jeder hat das Recht seinen eigenen spirituellen Weg oder Irrweg zu wählen, aber ich bin nur für das verantworlich, was ich meinen persönlichen Schülern rate.

Grey schrieb
> Aus einem mir selbst nicht ganz verständlichem Drang möchte ich noch
folgendes anmerken:
> Ich habe erst letztens mal wieder Alexandra David-Néels Buch "Heilige und
Hexer" gelesen und die dortigen Beschreibungen (tibetanischer ) Mönche,
ihrer Kräfte und ihrer Herangehensweisen erinnten mich nun doch sehr an
Bardons Beschreibungen.
> Von daher kann es wohl richtig sein, daß seine Techniken eher "östlich"
sind. Mir persönlich ist dies, um es einfach noch einmal zu wiederholen,
egal, da ich diesbezüglich keine Vorurteile hege und eine Abtrennung in
"westliche Magie" und "östliche Magie" schlichtweg schwachsinnig finde.
Bardon hat Wege aufgezeigt, um unter Zuhilfenahme des eigenen Körpers
magische Kräfte zu entwickeln und zu steuern. Und dies ohne aufwendige
Rituale o.ä., die ohnehin fast immer auf einen Kulturkreis oder bestimmte
Personsn(gruppen) abgestellt sind und schließlich in sich selbst keinerlei
Macht besitzen. Über einige Punkte kann man sicherlich streiten und bei ein
paar Sachen gebe ich dir Recht, aber die persönlichen Angriffe auf Bardon
sind mir unverständlich und in Verbindung der wiederholten Erwähnung der
doch "besseren echten westlichen Tradition" kommt mir schlichtweg ein Wort,
welches mit P. beginnt in den Sinn. Ich hoffe einfach mal, daß du deine
persönliche Meinung zu Bardon kundtun wo
> lltest und keine "offizielle Logenmeinung" abgeben. Und damit habe ich
schon wieder mehr geschrieben, als ich wollte...tja, so ist das eben.


Ich bin nicht der Ansicht daß die westliche Traditon allgemein besser ist, aber für westlichen Menschen ist sie meißt besser geeignet.

Vor dem Buddhismus habe ich hohe Achtung aber er ist normalerweise für östliche Menschen geeigneter - auch wenn viele dazu Zuflucht suchen, weil sie die westliche Tradition nicht (oder nur in verfälschter Form) kennen.

Auch vor dem Taoismus und dem Yogaweg habe zb:b ich hohe Achtung.

Bardon ist ein Scharlatan und kein Eingeweihter und wenn Du es persönlich findest darauf hinzuweisen, dann ist das wohl so, dennoch sehe ich darin keinen Fehler.

Bardon hat keinen Weg gezeigt auch wenn einige seiner Techniken einige Resultate bringen, so ist es doch nur Halbwissen und nicht mit einem vollständigen okkulten Weg - östlich oder westlich - zu vergleichen. Bardon bietet keinen Weg zum Licht sondern eine Sackgasse, aber solange man noch nicht weit kommen ist, mag es wie ein Weg erscheinen.

Grey schrieb
(Personen, die ohne Nachdenken oder Begreifen irgendwelche Rituale durchführen sind übrigens jene, die Bardon als "Nachäffer der Mysterien" bezeichnet; und an anderer Stelle als "Zauberer", im Gegensatz zum "Magier"

Ein wahrer Eingeweihter kennt den Sinn der Rituale. Aber Bardon war keiner. Da er sich aber selbst als solcher bezeichnet und von seinen Schülern als socher ausgegeben, darum ist er selbst nichts anders als ein "Nachäffer der Mysterien" und nur deshalb habe ich ihn kritisiert.

(Edited by Runael** - original submission Monday, 25 July 2011, 10:43 PM)

Picture of Selene (R3)
Re: Transferthread: Bardon-Magie
by Selene (R3) - Monday, 25 July 2011, 10:43 PM
 

serapis schrieb am 30.10.2009 um 18:41:

Bardon: Ich kann die Kritikpunkte absolut verstehen; einerseits teile ich sie durchaus, andererseits hat mich als Kind Bardon "magisch" angezogen ...(allerdings auch Yoga, Zen und Rosenkreuzer)

Wollte bez. Bardon vor allem die Ausführungen über Bewusstseinsversetzung sowie seine Anleitungen zur mentalen und astalen Projektion herausstreichen, welche sich sogar heute noch kaum in Büchern findet, (1957 gab es absolut nichts brauchbares auf dem Markt) - auch in logeninternem Material ist oft "nur" von einem psychischen Körper die Rede.

Ich bin mir auch nicht sicher wie ich Bardon insgesamt bewerten soll, allerdings finde ich - als einer der wenigen - persönlich die ersten Stufen absolut nachvollziehbar (habe immer gelesen das schaffe ja keiner ....ich schaffte es nur allzu gut ...)

Die Aussagen über göttliche Vorsehung und Selbstdarstellung finde ich (nicht nur bei Bardon) ziemlich überzogen.


Andrea schrieb am 30.10.2009 um 21:57:

Hi Serapis,

Zu Deinem Beitrag: Ich habe verstanden, dass Du Bardon ebenfalls größtenteils kritisch siehst, aber Du hast ein paar Sachen geschrieben, auf die ich doch gern eingehen möchte, da dieses Forum von vielen gelesen wird und womöglich das ein oder andere mißverständlich wirken könnte.
Das ist ein Problem mit Bardon: er lehrt weder Ethik noch zeigt er überhaupt einen spirituellen Weg oder ein übergeordnetes Konzept oder auch nur, wie man mit Problemen umgeht. Er vermittelt nur ein paar Techniken und mancherlei Halbwissen. Und junge Menschen können das häufig nicht einschätzen, insbesondere das Fehlen von ethischen Prinzipien ist ihnen nicht bewußt. (Älteren leider oft auch nicht.)
Und ganz ehrlich, wenn da irgendwo "Mentalprojektion" draufsteht, heißt das nicht, dass auch "Mentalprojektion" drin ist. Egal ob bei Bardon oder anderen. Die Astralebene, auf der jeder anfangs seine Projektionen vollzieht, ist auch die Ebene der Illusionen. Manche denken vielleicht irgendwann, sie hätten wer-weiß-welche Ebene erreicht, aber sie sind doch immer noch auf der Astralebene.
Hinzu kommt natürlich, dass unter "Mentalprojektion" jeder was anderes versteht... das macht es nicht einfacher.


Zur Literaturlage, aktuell (Du hattest sie in Deinem vorigen Post beklagt): Es gibt ein paar gute Bücher, die aber nicht jeder kennt, einige davon sind auf unserer Literaturliste zu finden.
Auf unserer Webseite bieten wir auch eigene Texte und Infos an. (Die Ausbildung findet aber natürlich nicht im Forum und nicht auf der Webseite statt.)

Literatur generell: Die qabbalistische Tradition hat zu Astral- und Mentalprojektion einiges an Wissen und auch an Literatur zu bieten, das schon seit Jahrhunderten und mündlich schon seit Jahrtausenden bekannt und verfügbar ist, aber offenbar nur selten Eingang in den okkulten Bereich gefunden hat, von der "praktischen Qabbalah" vielleicht mal abgesehen, oder einfach keinen großen Verbreitungsgrad erlangt hat. (Kein Wunder bei der Verfolgung von Juden und Magiern/Okkultisten durch die Jahrhunderte hindurch. Da haben die östlichen Traditionen es weit besser gehabt.)
Einige der traditionellen hebräischen Texte werden nun peu à peu übersetzt (meist zunächst ins Englische), in Buchform veröffentlicht und somit auch für diejenigen verfügbar gemacht, die kein Hebräisch können, kein Judaistik studiert haben und niemanden persönlich kennen, der die Texte sowieso kennt und vielleicht privat übersetzt hat. Meine ersten Eindrücke von dem, was ich davon im Regal stehen habe, ist: man muss bereits über ein gewisses Maß an Vorwissen verfügen, denn sonst bleiben auch diese Texte unverständlich. "Die Mysterien schützen sich selbst", und das macht auch Sinn.


Andrea schrieb am 31.10.2009 um 16:43:

Hi Serapis,

Serapis schrieb
Bardon: Im Grunde iss ne ehrliche Vedanta / Raja Yoga Ausbildung wesentlich sinnvoller als die Bardon Übungen,

im Grunde gibt es ziemlich viel, was wesentlch sinnvoller ist als Bardon.

Was OBE & Co. angeht, eröffne doch im Unterforum Westliche Mysterien und andere okkulte Themen einen neuen Thread oder antworte auf einen schon vorhandenen alten Thread, da gibt es einige.
Das interessiert sicher auch andere Forumsteilnehmer, die sich aber nicht melden, da sie hier unter Magie und Bardon dieses Thema nicht vermuten würden.


serapis schrieb am 01.11.2009 um 14:11:
bardon - kurz zusammengefasst: (so weit wie möglich wertfrei) bardon zieht viele leser in seinen bann (wunsch nach wahrer einweihung oder doch der wunsch nach macht?)

mentale fähigkeiten:
bardon funktioniert für ein buch erstaunlich gut, was mentale basisfähigkeiten betrifft ...(in meinem falle so gut (ev. auch aus vorleben erworben) dass sämtliche falschen magier, yogis, mystiker oder scharlatane mir niemals mehr was vormachen konnten weil ich auf 100m gegen den wind riechen konnte dass sie nicht mehr drauf hatten als ich selbst, das meiste gerede erwies sich als selbstdarstellung oder als versuch sich selbst über mich zu stellen, wie das so viele gruppenleiter versuchen um dumme unwissende schäfchen an die eigene gruppe zu binden), meiner meinung nach ist es sowieso schwierig aus nem buch zu lernen (deswegen meine hinweise auf andere wege) .... aber wer das möchte findet zumindest bezüglich mentale fähigkeiten kaum eine anleitung welche funktioniert;

hier möchte ich ausdrücklich erwähnen dass nicht nur bardon sich in den himmel lobt sondern ebenso gerade viele gruppen, gurus oder "spirituelle" lehrer ekelhafte selbstbeweihräucherung betreiben und den "neuling" suggestiv in eine ecke drängen um ihre eigene magische authorität zu erhöhen; eine gängige praxis ist auch - die eigene authorität durch unbekannte obere, spirituelle hierarchie oder ähnliches zu festigen (so wie bardon auch der erwähnt die vorsehung hätte ihn auserwählt die menschheit zu erretten), damit ist dann jede argumentation unmöglich und das individuum wird sich entweder UNTERordnen oder die loge auf grund der gruppendruckes verlassen;

bardon gibt keinerlei vorgaben was moral oder vorstellungen über spiritualität betrifft, gibt aber durchaus anleitungen bez. arbeit an sich selbst bzw möglichkeiten (wenn auch sehr umständliche - wozu automatisches schreiben wenn man die innere stimme doch ganz unmittelbar wahrnehmen kann) ... mit der inneren stimme in kontakt zu kommen (sehe ich relativ neutral, manche mögen bei diesem punkt vorgaben einer loge bevorzugen, andere lieber aus eigenen erfahrungen rückschlüsse ziehenm diese bleiben auf dem weg sowieso nie aus und entweder zieht sich die innere kraft zurück oder man lernt aus den eigenen fehlern;

meine persönliche meinung:

bei genauerem hinsehen scheint es zwar vorteilhaft, fähigkeiten wie konzentration, visualisation etc. zu entwickeln, es stellt sich aber die frage des WOZU …

 

Malajka schrieb am 17.11.2009 um 19:27:

Hallo, ihr Lieben!
Ich habe es bis zum heutigen Tag noch nicht bereut, noch nie ein Buch von Bardon in der Hand gehabt zu haben. Ich habe unzählige Geschichten über ihn und seine Genialität, sowie seine Unzulänglichkeiten gehört. Trotzdem, es wude kein Verlangen mehr über ihn zu wissen in mir geweckt.
Was ich damit sagen will: Nein, ich bin keine Ignorantin. Ich finde nur keine Ressonanz in mir.
Wenn ich mir nun wünschte etwas mehr über ihn zu wissen, dann nur um mein Gefühl besser klarlegen zu können und den Leheren unserer Gruppe welchen ich lausche, mehr bestätigung zu geben.
Die wenigen Dinge welche ich von beiden Seiten kenne. zB etwas über die Elemente, kann ich nur sagen, mir ist sein Zugang nicht gegeben. Von Natur aus und von meinem eigenen inneren Bildern, welche ich seit frühester Kindheit (Vorschulalter) habe, bin ich hier am rechten Platz. Hier habe ich die bestätigung für diese Bilder bekommen. Bardon sieht es anders.

Ich kann nur sagen, was meine Seele fühlt und darum weiß ich auch. Wenn ich zB nie jemand unserer Ältesten gesehen hätte, so hätte ich auch kein Problem, da ich sowieso in Gedanken da bin. Was das jetzt ist, ist sekundär. Ich hab auch keine Ahnung wie man dies alles nennt. Brauch ich auch nicht, für was auch? Es geht ja um Demut.

Also bitte: wir sind kein verblendeter Haufen welcher den Gurus, Meistern folgt, sondern wir sind selbstständig denkende Menschen. Mehr denke ich brauche ich dazu nicht zu sagen. Jeder einzelne ist für sich selbst verantwortlich.
Ich meine auch nicht, daß das Ziel es wäre 5 Tage außerhalb seines Körpers zu verbringen, sondern hier und jetzt und heute Licht zu sein! Mensch unter Menschen zu sein und die Welt zu erhellen, durch gute Taten und nichts anderes.
Ja, ich kann sowas auch. Mit fällt ein Satz von meinem Lieblingsfilm ein. Das letzte Einhorn "Prahle nicht, alte Frau!" Dieser Satz hat mich in jungen Jahren mehr gelehrt als Bardon und ich weiß nicht wer alles, es jemals könnte.

Ich weiß nur meinen Schülern lerne ich als erstes, sich selbst zu verstehen. Sich zu hinterfragen und die Projektionen zurückzunehmen, die Ressonanz welche gutes anzieht herzustellen und Respekt vor den Mitmenschen und dem Weg, welchen sie beschreiten. Auch der Oberguru-Meister wird sich verantworten müssen. Hat er etwas von dem Hunger der Welt gestillt? Hat er Brot gegeben? Was hat er in seinen Schülern gefördert? Stehen sie mit beiden Beinen am Boden?


Also liebe Mitmenschen was bewegt euch, daß ihr von solchen Dingen sprecht? Habt ihr Angst? Es ist meiner Erfahrung nach meist entweder Angst oder verdrehte Liebe. Welche auch Angst ist. Darum mein Rat: Geht in die wahrlich allumfassende Liebe. Versucht das Verdrängte durch Meditation, Kontemplation in euch zu sehen.

Was projeziert ihr in Bardon, in Logen in den Guru und den Meister?
Ich habe nun wirklich ehrlich und umfassend versucht auf meine Art das Thema Bardon, Logen usw. abzuhandeln.
Um unser Licht, den göttlichen Funken den wir in uns tragen und weitergeben wollen. Völlig uneigennützig. Wir sind der Tempel, wir. Nicht das drumherum zählt, der goldene Altar und so. Wir sind der Altar! Was in uns ist und uns bewegt.

Tazem schrieb am 12.08.2010 um 14:47

 

Aber bei all dem Vertrauen gehört VERANTWORTUNGSVOLLES HANDELN UND DENKEN auch zu den Aufgaben einer Mutter.
Du möchtest sie doch sicher so erziehen, dass sie vor einem 'Feuer' zunächst einmal stehenbleiben und sich selbst Gedanken darüber machen ob es richtig oder falsch wäre einfach reinzulaufen.
Also zur Selbstständigkeit erziehen.
Das widerum erfordert manchmal gewisse Grenzen setzen.

Nun gehe ich weiter zur Qabbalah - siehe Lebensbaum und Binah. Die göttliche Mutter.
Das Formgebende Prinzip...

Zurück zu BARDON: Ich habe mir ein paar Bardon-Themen angeschaut und empfinde es als 'extrem'; was im Grunde nicht notwendig ist.
Die Seele kann meiner Meinung nach durch Bardon-Praktiken nicht wirklich wachsen.
Das ist eher der Teil: "Wie spiele ich mit Magie" und "Oh, da tut sich was".


baumwaechterin schrieb am 12.08.2010 um 15:26:

Du sprichst von Bardon er sei "extrem",aber was genau ist an seinen Übungen extrem?
Und wie lange hast du nach Bardon praktiziert um das so zu beurteilen?
Oder hast du Bardon nur gelesen?

Ich beziehe mich in meinen Aussagen auf die ersten Stufen im WWA und nicht auf die anderen Bücher (nur zum besseren Verständnis).
Ausserdem habe ich auch einige Übungen abgewandelt und ausgebaut, das geht sehr schön bei den Imaginationsübungen.
Ich sehe Bardons-Übungen als Beispiele, oder als Vorschläge und nicht als etwas Absolutes.
Wenn er 5-10 Min. Meditation dem Anfänger rät, was sollte daran "extrem" sein?
Extrem finde ich eher einseitige Denkweisen und Vorstellungen, verstaubter Dogmatismus und spirituelle Arroganz- weit schlimmer als alle schwarze Magie der Welt.


Tazem schrieb am 12.08.2010 um 16:34:

Ich habe - nachdem ich einiges von Bardons' Übungen gelesen hatte - gleich für mich als unpassend eingestuft. Wohl bemerkt - für mich.

Natürlich meine ich damit nicht die Basics wie:
Anfänger sollten 5 - 10 min meditieren.
Dagegen ist nichts einzuwenden.

Aber wenn man sich die Hand abbinden sollte oder sich aufhängen, nur um ausserkörperliche Erfahrungen zu sammeln.. ist das aus meiner Sicht völlig absurd und unnötig.
Das geht auch ohne sich und den Körper zu quälen.

Solches und mehr, erweckt den Anschein:
hier sind ein paar Kunststücke und sie funktionieren.
Wo bitte ist hier der Wachstum der Seele?

Die Veredelung des Charakters?
Magie hat nämlich nichts mit einer Show zu tun.
Weder für sich noch für Andere.


Mathetes414 schrieb am 12.08.2010 um 21:50:

Also, bei mir ist es schon lange her, dass ich mal einen Blick in Bardons Bücher geworfen habe. ich erinnere aber noch recht gut, wie ich, als ich in Bardons Initiation into Hermetics (Das sollte das auf Deutsch als Der Weg des wahren Adepten erschienene Werk sein.) angefangen hatte zu lesen und doch schon früh am Anfang die Elemente zur sprache kamen, was mich freute, da die Elemente sind eines meiner Lieblingsthemen.
Ich war allerdings von dem, was ich zu lesen bekam, nicht besonders angetan. Dachte ich doch, ich lese etwas über Hermetik, so wie es der Titel verspricht. Anstatt über die Elemente der westlichen Tradition zu lernen, wurde mir hier etwas über die Tattwas erzählt.
Nicht, dass ich ein Problem damit habe etwas über die Tattwas zu lesen. Aber die Tattwas wurden so eingeführt als ob es das selbstverständlichste sei für die hermetische Tradition, mit den Tattwas zu arbeiten. Es wurde nichtmal darauf hingewiesen, dass es die klassischen Elemente gibt, sie sich von den Tattwas unterscheiden. Ganz zu schweigen davon, dass natürlich auch in keinster Weise darauf eingegangen wurde wie sich Tattwas von den Elementen unterscheiden. Auch allgemein schien es mir so, dass die Tattwas nicht klar dargestellt werden, sondern mehr eine oberflächliche Version, die so ein wenig eine Mischung zwischen klassisch westlichem Element-Verständnis und dem Tattwa-Konzept des Ostens zu sein schien.

Nun könnte man sagen, dass Bardon eben seiner zeit voraus war und den Eklektizismus schon damals voll in dieses grundlegende Buch eingebracht hat. Eklektizismus ist aber nichts, was Grundlagen legt, sondern etwas für Fortgeschrittene, vorallem, wenn nicht wirklich darauf hingewiesen wird, dass es sich um Eklektisches handelt.
Und nein, ich will hier garkeinen Fundamentalismus predigen. Ich persönlich halte allerdings einen Purismus, wie Aaron Leitch ihn in seinem Artikel The Mage's Guide to Adepthood ebenso befürwortet. Um ihn mal zu zitieren:

"While it is desirable for a mage to draw from all available sources as he perfects his art, it is also necessary for him to first gain a solid foundation upon which to build. It is simply vital to learn the art and science of magick before one attempts to consider techniques and symbolisms from differing (and often contradictory) sources. The only way to accomplish this task is to dedicate to a single path or system and work it from the ground upward, all the way, without mixing in unrelated material."

Bardon scheint mir aber wie gesagt nicht nur deswegen ungeeignet als Lektüre für den Anfänger, weil er munter Ost und West mischt. An sich wäre das garnicht so schlimm. Aber dadurch, dass er nicht deutlich genug kennzeichnet, dass er eine Mischlehre präsentiert und eben nicht die hermetische Tradition und keine Worte daran "verschwendet", wie es in der westlichen Tradition aussieht, wenn er die östliche vorzieht, macht er sich meines erachtens eines sehr verantwortungslosen Umgangs mit seinen Lesern schuldig.

Und das, wo er im Vorwort behauptet "No incarnate adept, however high his rank may be, can give the disciple more for
his start than the present book does."

Manchmal ist weniger halt mehr. Selbst wenn Bardon wirklich jede Menge Wissen seinem Leser in die Hand gibt (Was ich bezweifle. s.o.), dann ist er wie ein Sprengmeister, der seinen Lehrling im ersten Jahr gleich am Anfang das Handbuch für Großsprengungen in die Hand gibt. Sicherlich, kann man dem Lehrling nicht viel "mehr" in die Hand geben. Verantwortungsvoller umgang mit dem Lehrling ist dies allerdings nicht! Jeder Lehrer der sich in verantwortungsvollem Umgang mit seinen Schülern übt, gibt ihnen daher meines erachtens wirklich mehr.


baumwaechterin schrieb am 13.08.2010 um 11:33:

Hallo lieber Mathetes,

und hallo an alle ernsthaft Suchenden die diese Zeilen lesen, ja, ich bin schwer geschockt, ob durch Unwissenheit oder Absicht hier falsche Informationen verbreitet werden, denn die Symbole der Tattwas kamen durch Mdm. Blavatsky in den Westen.

Dr. Israel Regardie, ein ehemaliges Mitglied des GD, und bedeutender Kenner der modernen westlichen Magie, brach im Jahre 1937 das Schweigegelübte dieses Ordens und dadurch wurde das Wissen um die Tattwas einer breiteren Öffentlichkeit im Westen zugänglich gemacht....!
Dass Bardon ebenso diese Symbole benutzt hat, genauso wie andere zu der Zeit, finde ich verständlich.
Übehaupt- die Arbeit mit dem Elementen und das Elementegleichgewicht steht bei Bardon im Vordergrund.
Es sind universelle Wahrheiten in dem Buch, die noch keiner vor ihm so gut zusammengetragen und leicht verständlich zusammengefasst hat.
Das ist eine große Leistung von Bardon und er hat dadurch sehr viel für die Menschheit getan.

Manchmal ist weniger halt mehr. Selbst wenn Bardon wirklich jede Menge Wissen seinem Leser in die Hand gibt (Was ich bezweifle. s.o.), dann ist er wie ein Sprengmeister, der seinen Lehrling im ersten Jahr gleich am Anfang das Handbuch für Großsprengungen in die Hand gibt.

Bardon warnt eindringlich davor Stufen zu überspringen,um etwas zu Üben was man noch nicht 100%ig beherrscht.
Für meinen Geschmack ist er da viel zu vorsichtig, da ich andere Tätigkeiten wie zb. Autofahren viel gefährlicher einstufe als bestimmte Übungen, wie zb. Meditationen, oder Imaginationsübungen zu praktizieren.
Es ist doch alles so einfach, wenn ich etwas nicht beherrsche,dann passiert nichts!
Göttliche, reine Kräfte lassen sich keinesfalls mißbrauchen, von niemanden auf der ganzen Welt.
Schön, dass es so ist, wie es ist.
Jeder der erfolgreich Magie ausübt hat sich das selbst erarbeitet und er darf höhere Ebenen betreten, es ist sein Recht das zu tun (schreibt sogar D.F.) und er bekommt seine Einweihungen auf anderen Ebenen,die ihm zustehen, eine Mitgliedschaft in einem Orden , oder einer Loge braucht man nicht vorweisen!


Salomo schrieb am 13.08.2010 um 11:44:

Hallo Baumwaechterin,

Ich möchte nur kurz 3 Punkte klarstellen - ohne mich (aus Zeitgründen) wieder voll in die Diskussion einzuklinken:

baumwaechterin schrieb
Bardon geht gleich am Anfang auf die Charakterschulung und Charakterveredelung ein (Stufe 1).


Ja das tut er - und theoretisch wäre sein "Seelenspiegel" ein guter Anfang, aber was wirklich zählt ist ob er sich selbst daran hält. Und das tut er nicht.
Ich messe Bardon nicht nur an seinen Worten, sondern auch an seinen Taten.

Bardon lügt! Er stellt jede Menge Behauptungen auf, die er einfach nicht hält. Und das ist unethisch.
Er lehre die Wahre Quabbula (oder wie er das schreibt)... tut er einfach nicht (jedenfalls nicht wenn er Qabbalah meint) - er kennt kaum die Grundlagen.
Er unterhält seine Schüler mir Zaubertricks (Das ist allgemein bekannt) damit sie ihn anhimmeln.
Er verkauft Halbwissen als Einweihung.
Er behauptet den westlichen Weg zu lehren und mischt stattdessen.
diese und andere Punkte - siehe mein erstes Posting - kritisiere ich und daran sieht man, daß es mit seiner Charakterschulung und Charakterveredelung nicht so weit her sein kann.

Wie kann einer Charakterveredelung betrieben haben, der seine Schüler und Leser so belügt und irrleitet?

baumwaechterin schrieb
Das Astralwandern befindet sich bei Bardon fast ganz am Schluss in Stufe 9, bei Butler kommt es übrigens gleich auf Seite 39 (HSdM), womit jeder Magie- Anfänger heillos überfordert sein dürfte...

Auf Seite 39 meiner Ausgabe finde ich nichts dazu. (Kannst Du bitte das Kapitel zitieren?)
Jedenfalls ist HSdM kein Lehrbuch sondern eine theoretische Einführung, die auch über praktische Methoden unterrichtet, aber wohl nie als alleiniges Lehrbuch gedacht war - und vor allem nicht als "Praxisbuch". (Engl. "Magic and the Magician" - von Schule keine Rede - für die deutsche Übersetzung kann Butler nichts.)

baumwaechterin schrieb
Aber wie gesagt, ich bin weder Bardon-Verfechterin, noch Bardon-Schülerin.
Aber so herbe Kritik an Bardon muss begründet werden.
Natürlich akzeptiere ich wenn jemand sagt, dass er Bardon "nicht mag", dann ist es freie Meinungsäußerung, aber es hat nichts mit der Lehre zu tun.

Du siehst die Begründungen in meinem ersten Post und verkurzt nochmal oben. Die Begründungen habe ich schon gegeben.


Selene schrieb am 17.02.2011 um 22:39:

Ich bin sehr glücklich darüber, auf diesen thread gestossen zu sein. Ich habe nämlich zwei Bücher von Bardon gelesen und muß auch sagen, dass F. Bardon zu Beginn sehr dick aufträgt - nach seiner überschwenglichen Einleitung möchte man fast meinen er habe die Kabbalah wiederentdeckt, bzw. neu erfunden. Da er nicht den Anspruch voraussetzt, dem Hebräischen mächtig zu sein, um die Kabbalah verstehen und praktizieren zu können, wirken seine Werke selbstverständlich äußerst anziehend auf einen Suchenden, bzw. einen Anfänger, oder auch einen Laien.
Mir bleibt noch zu sagen, daß Bardon nichts desto trotz, sehr anschaulich die Auswirkungen von Gedankenkraft beschreibt. Mit seinen Beispielen, wie Wasser magisch aufladen werden kann, oder den positiven Affirmationen für das Unterbewußtsein. Hier überlasse ich es natürlich einem erfahrenen Magier, s.o., hierüber zu urteilen. Wahrscheinlich ist dieses Wissen wirklich stümperhaft zusammengetragen.

Es ist aber auch wirklich nicht einfach, sich als Student des Okkultismus an die "richtigen", oder besser gesagt "wahrhaftigen" Lehren und Bücher zu halten, wenn man diesen Weg im Alleingang beschreitet. Naja, zum Glück habe ich jetzt hierher gefunden, wie viele Andere auch. Doch davor habe ich versucht, mich auf meinen Verstand und mein Gefühl zu verlassen, was die Lektüre meiner okkulten Studien angeht.

Picture of gedanke
Re: Transferthread: Bardon-Magie
by gedanke - Tuesday, 8 March 2016, 8:41 PM
 

Lieber Meister Salomo, liebes Forum

ich hoffe, Sie so nennen zu dürfen und möchte mich vorab bedanken. Möge die Liebe der Ewigkeit sich in uns allen entfalten und den Willen unseres Schöpfers offenbaren. Deine Arbeit trägt Wissen, Weisheit und Liebe dazu bei und dafür möchte ich Gott danken.

Es tut mir leid, wenn der Eindruck eines Urteils meinerseits erweckt wurde: Ich kann nicht urteilen, ich weiß ja nichts.

Was ich lernte, war nur, kein Urteil mit Wahrheit füllen zu können. Jedem Menschen begegnen bestimmte Bücher und das erste Buch von Franz Bardon wurde mir von einem Freund geschenkt, der meinte: "Vielleicht kann du ja etwas damit anfangen..."

Meine Vision ist es, die Gemeinsamkeiten aller Weisheitslehren herauszuarbeiten und nicht auf Unterschieden zu beharren. Es geht um den Göttlichen Willen, nicht darum, ob ich recht habe oder nicht. Im Gegenteil: ich wäre froh, mich mit meinen bisherigen Urteilen geirrt zu haben...

Habe versucht, Ihnen eine Meditation zu übermitteln. ( )

Es wurde einst gesagt, wer heilt, hat Recht. So bin ich allem gegenüber offen, was uns alle verbunden gesunden lassen könnte. Daher wäre die einzige magische Operation, die wirklich zählt, natürlich die Heilung des Geistes.

Frage ist hierbei, ob wir uns - als globales Bewusstsein zu erfassen - in die Lage versetzen. Wären wir wirklich ein verbundenes (und bewiesenes?) Bewusstseinsfeld mit einem kollektiven Grundtonus und einer individuell (erworbenen?) "Resilienzkomponente" könnten beide Faktoren verbunden werden und ein Zugehörigkeitsgefühl entwickelt werden.

Oft wird in der spirituellen Literatur von "der Einen Seele" gesprochen. Würden wir dahingehend ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln und teilen können, würden wir ein erweitertes Grundparadigma kognitiv erschließen:

Es nutzt mir nur, was allen nutzt.

Spirituell betrachtet:

Es nutzt uns nur, was Gottes Willen nutzt.

So ist die Grundfrage für mich immer der Wille unseres Schöpfers und die Schwierigkeit, diesen zu erfassen. Für mich, und da wären wir beim Eid des Heilers, ist es der Heilige Geist, dem diese Funktion übergeben wurde. Leider weiß ich nicht, ob diese Ansicht in der Qabbala geteilt wird.

Da ich Gott gegenüber treu, ehrlich und konsistent sein möchte, kann ich mich nicht vom Heiligen Geist abwenden und Erzengel Raphael meine bedingungslose Treue anbieten. Natürlich ist Erzengel Raphael ein Bestandteil des Heiligen Geistfeldes in seiner Gesamtheit und auf das Gebiet der Heilung spezialisiert. In meiner Vorstellung ist jedoch die Heilung unseres Geistes der Wille und der Plan und das Volk können im Prinzip nur wir alle sein, da das Volk in alle Winde zerstreut wurde.

Es wäre nicht genug, die Menschen zu heilen, die bekennende Juden sind.

Es wäre nicht genug, die Menschen zu heilen, die bekennende Moslems sind.

Es wäre nicht genug, die Menschen zu heilen, die bekennende Hinduisten sind.

Es wäre nicht genug, die Menschen zu heilen, die Buddhisten sind.

Es wäre nicht genug, die Menschen zu heilen, die Christen sind.

Dann blieben alle Atheisten übrig.

König Hiskia betete für diejenigen, die noch nicht rein genug waren. Abraham betete für die Liebe seiner Mitmenschen. Tobit / Tobias handelte aus Liebe.

Es dauerte lange, bis ich Liebe mit Gott gleichsetzen konnte und dies ist eine Frage der Vergebung, dessen, was gewesen ist. So finde ich, es wäre liebevoll, im Namen der Liebe, die Gemeinsamkeiten hinter allen trennenden Gedanken zu suchen und mit ihrer Quelle zu verbinden.

In der Vorstellung des Christentums wäre es jetzt dieser Heilige Geist, in dem sich der Wille Gottes zu manifestieren sucht. Alles, was ich Wollen darf, ist Gottes Wille. Setzt natürlich voraus, zu akzeptieren, dass Gott unser Glück ist und will. Was für mich klar ist und daher ist jede Lektion des Lebens eine Lektion, von der Gott weiß, warum sie gelernt werden soll.

Ich beurteile nicht mehr, was ich in der Entwicklung noch nicht beurteilen kann. Ich lerne, mehr kann ich jetzt nicht tun.

Was ich von Meister Salomo lernen durfte, ist die Einsicht, dass alle Aussagen, die über Refuah gemacht werden, eines verbindet:

1. Wir handeln aus Liebe.

2. Wir bitten für andere.

Woran König Hiskia starb, habe ich noch nicht gefunden. Bezieht sich die Aussage der Heilung des Volkes überhaupt auf "damals"?

Daher: Das Einzige, woran ich wirklich mit Herz und Seele interessiert bin, ist die Heilung der Welt. Zwar werde ich hier wohl nicht mehr alt, doch eines habe ich gelernt:

Mag kommen, was will: Ich bete für die Heilung der Welt.

Nicht für mich.

Ich kann jetzt sagen: Diese Weisheit ist von Meister Salomo an mich weitergegeben worden.

Ich kann jetzt sagen: Diese Weisheit ist von Franz Bardon und Meister Salomo übereinstimmend an mich weitergegeben worden.

Es kann aber auch gesagt werden: Es ist von Gott an den Heiligen Geist weitergegeben worden und dieser Geist ist in jedem Menschen dann wirksam, wenn wir Gott von ganzem Herzen und aus tiefster Seele lieben.

In der Absicht, Gottes Willen zu ergründen und zu werden, sind wir alle verbunden.

Ich dürfte den Heilungseid nur schwören, wenn Erzengel Raphael als Bestandteil der Göttlichen Hierarchie gilt und ich dieses zum Ausdruck bringen darf. Ich liebe die Engel, aber meine Seele gehört nur Gott. Von Gott aus, über die Funktion des Heiligen Geistes, durch Christus inspiriert und von den Erzengel DAHER begleitet. Wenn ich Gott in allem sehe, was könnte dann nicht heilend wirken?

Lange Einleitung, kurzer Sinn:

Ich hätte eine Bitte. Dürfte ich als völlig unwissender Schüler nicht versuchen, Dir einen einzigen Dreier-Schlüssel zu erläutern?

In Betracht käme der Schlüssel für die Göttliche Liebe, oder ein dreidimensionaler Segen, der mit NNA sogar einfacher wäre, da eine Wiederholung vorkommt. Liebe oder Segen, beides wäre harmlos und hilfreich genug, durch eine Probe aufs Exempel entweder in der Wirksamkeit bestätigt, oder entkräftet zu werden.

Es gäbe auch einen Schlüssel für Wunderheilungen, aber da sind wir bei drei von vier Buchstaben, vor denen ich wirklich Respekt habe und an die auch nur unter der Anleitung eines lebenden Meisters herangegenagen werden sollte. Diese Warnung stammt von Franz Bardon.

Was gesagt und geschrieben und geurteilt wird, ist von anderen gesagt, geschrieben und beurteilt worden. Ich finde die "Sicherheitshinweise" durchgängig vor und wer sie nicht überlesen möchte, findet sie deutlich und nachdrücklich.

Als Franz Bardon aus dem Konzentrationslager entlassen wurde, dachte man, er würde ohnehin sterben. Mehrfach wurde er gefoltert und hat doch seine Kooperation verweigert. In Gegenteil: Im Alleingang hat er die Logen angegriffen, in denen auch derjenige war, dem all die Schuld übertragen wird. Sie opfern einen pro Jahr, er hat bewirkt, dass der Hauptmitwirkende dreimal das Los zog. Sie griffen ihn an, es könnte sein, dass es die "besagten Geräte" wren. Übrigens vermute ich diese "Geräte" auch beim Tod des Heilers Bruno Gröning. Wobei ich intuitiv sagen würde, dass die beiden sich gekannt haben könnten, denn die WIRKUNGEN sprechen eine eigene Sprache.

So wollte ich sagen: Ist es da nicht verständlich, dass Franz Bardon die mühevolle Schreibarbeit seiner Sekretärin (und Schülerin) übertrug und dieteils sehr bewundernden Worte eher aus ihrer Verehrung stammten, als von Franz Bardon selbst?

Auch über Christus Jeschua wurde vieles gesagt, doch wie könnte alles wahr sein, gibt es doch so viele Lehrmeinugen und vor allem: So viel Streit um die Lehre der bedingungslosen Liebe.

Was gesagt werden will: Würden wir nicht in unseren Herzen erforschen, was dort zu Liebe führt, können wir nicht die Unterscheidungsfähigkeit entwickeln, für das Wirkliche offen zu sein und das Unwirkliche als Unwirklich zu erkennen.

Was ich von Christus und der Lehre der Liebe gelernt habe, ist: Es gibt keinen Willen außer Gottes Willen. Weil es nämlich nicht gibt, das nicht von Gott ist. Dann ist Gott Liebe, und Angst hat ihre Quelle verloren.

Was für mich das Ziel jeder magischen oder mystischen Operation sein sollte.

Den vierten Buchstaben an den Schlüssel anzuhängen, würde keine großen Probleme mehr bereiten, In dieser Spanne werde ich mich nicht mehr bis dorthin vorarbeiten können, sollte nicht anderes Gottes Wille sein, doch die Funktion für Gott ist es, von der ich meinen Körper überzeugen müsste.

Darf ich versuchen, Dir die Informationen zu übermitteln, einen Dreier-Buchstabenschlüssel anzuwenden?

Frieden würde ich vielleicht auch finden...

Frieden? Liebe? Segen? Heilung?

Oder unseren kollektiven Seelenspiegel harmonisieren?

Sorry, ich weiß, ich bin verspielt, neugierig und vielleicht etwas arglos für zuviel Fantasie. Was mit Liebe auszugleichen gesucht wird.

Was wir jedoch nicht für möglich halten, ist nicht möglich. Wetten, dass Du Franz Bardon in den Inneren Welten als Freund erkennen wirst?

Warum ich die Intention entwickele, die beiden Schulungssysteme im Heiligen Geist zu verbinden, kann ich nicht sagen.

Eine Lehrerin sagte einmal: Michael, der die Erde mehr liebt, als sich selbst. Liebe benötigt keine Form...

Natürlich ist es wohlverstandener Eigennutz: Da ich davon überzeugt bin, dass Du die Formel wirkungsvoller einsetzen könntest, als es mir in diesem Leben möglich sein wird, könnte ich davon ja zu einem 7,2 Milliardstel profiteren.

Danke für Euer aller Arbeit am Willen der Ewigkeit,

Michael