Meditation und der innere Tempel

Meditation und Imagination

 
Bildquelle: Jakob Böhme
Re: Meditation und Imagination
by labyrinth - Monday, 22 August 2011, 12:07 PM
 

Ein herzliches Hallo an alle!

Bei diesem Thread wurden einige Themen angesprochen, die mich auch beschäftigen, so möchte ich hier meinen "Senf dazu drücken".

1.) Zu erst eine Zusammenfassung des bisher Besprochenen, ausgedrückt mit Begriffen aus der Architektur: wenn ich es richtig verstanden habe, dann muss bei jeder Tempelmeditation die funktionale Anordnung unverändert bleiben, aber der Stil kann variieren. Tempelmauer, Garten, Brunnen, Bibliothek, etc., müssen überall vorhanden sein und in der selben Reihenfolge aufgebaut sein. Mit anderen Worten: das Raumprogramm ist identisch.

Der Innenausbau darf aber variieren. Fensterform, Fließen und Bodenbeläge, Vorhangmuster, Stilrichtung u.a. sind dem individuellen Geschmack überlassen. So gibt es bei mir auch zwei Varianten: eine eher orientalisch-ägyptisch-mesopotamisch-hellenistische Wüstenvariante und eine mittelalterlich-gotische-Der Name der Rose-Feuchtwaldvariante. Wahrscheinlich muss ich mich irgend wann Mal zwischen den beiden entscheiden.

 

2.) Hilfe zur Visualisierung

Darüber hinaus versuche ich immer wieder Empfindungen zu erzeugen, wenn es mir nicht gelingt, die Umgebung zu visualisieren. Wenn zum Beispiel die Eingangssituation zum Astralreich (das erste Tor) schnell zerfällt, dann versuche ich als Ersatz das Gefühl zu evozieren, vor dem Eingang zu einem geheimnisumwitterten Reich zu stehen. Das funktioniert bei mir oft besser, als ein stabiles Bild zu konstruieren.

Ich hoffe natürlich auch, das irgendwann diese verfestigten Empfindungen -die ich ja ständig wiederhole - zum natürlichen Bildaufbau führen werden. Und dass die Bilder wiederum rückwirkend die Empfindungen klären und stabilisieren werden.

Die Empfindung formt das Bild und das Bild formt die Empfindung. Hat denn die Empfindung diese gestaltende, formende Kraft?

 

 

Liebe Grüße, labyrinth