Westliche Mysterien und andere okkulte Themen

Selbstmord

 
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Selbstmord
by Niro - Sunday, 21 February 2016, 4:21 PM
 
Was passiert eigentlich mit der Seele nach einem Selbstmord?
Source: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/Merlin_by_Louis_Rhead.jpg
Re: Selbstmord
by Emrys * (R3) (QM3) - Thursday, 25 February 2016, 1:32 PM
Qabbalah Maasit AnwenderRefuah Anwender

Hallo Niro,

diese Frage wird dir hier in dieser Form niemand beantworten können. Überhaupt müsste man erstmal die Frage klären, was mit der Seele nach dem Tod passiert und warum etwas anders sein könnte wenn man den Freitod wählt.

LG,

Benedikt

Picture of Oholiab Schildmann ** (R6) (QM3)
Re: Selbstmord
by Oholiab Schildmann ** (R6) (QM3) - Monday, 29 February 2016, 2:07 PM
HauptmoderatorQabbalah Maasit AnwenderRefuah AnwenderRefuah Lehrer

Hallo zusammen,

ich möchte gern zu Deiner Frage, Niro, Stellung nehmen, aber noch eine allgemeine Anmerkung vorweg stellen.

Der Name des Threads "Selbstmord" hat in mir spontan als erstes die Assoziation geweckt, als handle es sich womöglich um ein problematisches Posting oder eine Art Hilferuf. Für persönliche spirituelle Fragen und Hilfestellungen, die wir nicht in diesem 'Allgemeinen Forum' besprechen können und wollen, bieten wir die Möglichkeit, dass man sich auf unserer Webseite hier informiert und sich an die dortige Email Adresse wenden kann, wenn man ernstlich, an seriöser magischer und spiritueller Hilfe interessiert ist.

Darüberhinaus möchte ich darauf hinweisen, dass wir Postings im Laufe dieses Threads , die den Eindruck erwecken, mit dem Thema unverantwortlich umzugehen, ungefragt löschen werden, was sicher auch im Sinne aller an vernünftigen Erörterungen interssierten Teilnehmer ist.

Zur eigentlichen Frage. Es geschehen im wesentlichen drei Dinge:

- Man wird auf den inneren Ebenen darüber Rechenschaft ablegen müssen, weshalb man sich aus der Verantwortung für das eigene Leben herausgezogen hat

- Man wird in einer erneuten Inkarnation auf gleiche oder ähnliche (scheinbar )schwierige Umstände treffen, vor denen man sich vorher aus der Verantwortung gestohlen hat. Denn die Lebensumstände, auch wenn sie uns drohend oder unlösbar oder ungerecht erscheinen, sind Teil der Aufgaben, die unsere höhere Seele für uns und unseren Weg in der manifesten Welt angelegt hat.

- Aus dem Weglaufen vor der Verantwortung für das eigene Leben ergeben sich weitere karmische Begebenheiten die sozusagen noch 'on top' kommen mögen und sicher nicht dazu beitragen, die Situation in einem anderen Rahmen einer zukünftigen Inkarnation leichter zu machen.

Noch ein weiterer Gedanke dazu:

Prinzipiell würde ich sagen, dass wir keine Umstände oder Aufgaben im Leben erhalten, die wir nicht auch lösen können. Wenn wir etwas Lernen wollen oder etwas trainieren wollen, müssen wir dies jedoch oft gegen einen gewissen Widerstand machen, um eine Anpassung oder Verbesserung zu erreichen. Man findet dieses Prinzip zum Beispiel im Sport, wenn man dort seine Leistung steigern möchte, muss man ein Stück weit über die bisherige Leistung hinauswachsen. Das dies nicht immer leicht von der Hand geht weiß wohl jeder, der mal etwas ernsthafter einen Sport trainiert hat. Beim Spielen eines Instrumentes oder dem Lernen einer Sprache oder eines Hobbies oder anderen Interessengebietes an dem einem etwas gelegen ist, ist es im Grunde ähnlich. Und diesen Widerstand überwunden zu haben ist ja etwas, dass uns emotional beflügeln kann, stärker machen kann oder einen Entwicklungsschritt bedeutet.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen lichtvollen und willensstarken Tag

Oholiab

 

Source: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/Merlin_by_Louis_Rhead.jpg
Re: Selbstmord
by Emrys * (R3) (QM3) - Monday, 29 February 2016, 6:07 PM
Qabbalah Maasit AnwenderRefuah Anwender

... ich will nichts gesagt haben :-P

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Re: Selbstmord
by Innozenz - Monday, 29 February 2016, 6:14 PM
 

Lieber Ohaliab,

danke für die Ausführungen.

Für meinen Geschmack sind das zu viele Antworten. Denn, wer von sich kann tatsächlich behaupten Karma zu verstehen? Oder gar die Wiedergeburt? Oder dies alles tatsächlich erlebt zu haben? Und dann daraus Gesetzmäßigkeiten abzuleiten? Gibt es vielleicht Dinge, die uns immer verschlossen bleiben? Mehr noch: Verschlossen bleiben sollen? Wäre es eine freie Welt, in der wir für alles eine kausale Erklärung hätten?

Ich kenne Umstände (totkranke Babys), in denen es unlösbare Aufgaben gibt. Und da helfen mir auch keine karmischen Erklärungen. Nehme ich die Dinge zu irdisch war und bin zu wenig spirituell? Vielleicht.

Vielleicht ist aber auch das Schweigen, das Mitleid und das Fragen auf Selbstmord und Leid hin manchmal die einzig dem Menschen angemessene Antwort.



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Re: Selbstmord
by gedanke - Monday, 29 February 2016, 11:50 PM
 

Lieber Innozenz,

magst Du ein Urteil fällen, dann fülle es vor Gott mit Wahrheit.

Du sagst, ich würde falsch Zeugnis reden über Gott?

Ich öffne mein Herz und das ist die Antwort?

Daneben sind deine Angriffe auf mentaler Ebene Ausdruck deiner eigenen Unsicherheit, die Grenzen zieht. Mag dies deine Entscheidung sein, mich einen Lügner vor Gott zu nennen, raubt mir jetzt aber doch den Schlaf.

Hast du im Ansatz verstanden, was da stand?

Oder willst du prüfen, ob ich den Handschuh deiner verirrten mentalen Kampftruppen aufnehme?

Du sagt, ich lüge über Gott. Bewusst? Vor einem Meister, der mein Herz und meinen Geist jederzeit offen vor sich sehen kann?

Wie wunderbar, dass auch dies mich nicht dazu bringt, die Heiligkeit meines Selbstes dadurch zu verraten, dass ich die Wahrheit verteidigen müsste. Die Wahrheit ist, was sie ist. Sie bedarf weder Abwehr, noch Verteidigung.

Einfache Zusammenfassung: Warum willst Du beweisen, das Gott - das Leben, die Liebe und das Licht - endlich seien? Mag dies auf der physischen Ebene noch mit dem Ablegen eines Körpers verbunden sein, wenn dieser die gewählten Erfahrungen als Träger eines Seelengefäßes auf der Suche nach göttlichen Qualitäten erfüllt hat.

Warum greift mich Dein Ego also schon wieder an? Erinnere mich noch an deine galligen Untertöne von damals. Es geht auf dem Rückweg zu unserem Schöpfer auch darum, nicht zu drängeln und die Manieren zu bewahren.

Unabhängig davon: Was bringt es Dir, einen Ordner, desen Inhalt in deinem weit herausragenden Entwicklungszustand sicherlich schon überwunden und zufriedenstellend integriert sein wird, Menschen, die Dir NICHTS getan haben, die Möglichkeit nehmen zu wollen, hier eine authentische Erfahrung aus dem Herzen zu finden, die nicht dem Vorwurf der LÜGE ausgesetzt ist und damit etwas aussagt, was ich oben beschrieb:

Die Macht des ungerechtfertigten Urteils und die zersetzende Wirkung von Schuld.

Gib Gott in Dir die Ehre und entscheide dich bitte für die aufbauenden Lebenskräfte. Vater, bitte sag ihm bitte in seinem Herzen, dass es keine Lüge ist. Wie könnte ich über Gott eine Lüge aussprechen?

NOCH DAZU BEWUSST?

Meine Wehrlosigkeit ist meine Stärke. Ethik nur abgeschrieben?

Ruf Deinen schwarzen Hund zurück.



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Re: Selbstmord
by Innozenz - Wednesday, 2 March 2016, 5:32 PM
 

Entschuldige, wenn ich dich angegriffen haben sollte. Ich bezog mich auf Ohaliabs Beitrag, nicht deinen.

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Re: Selbstmord
by gedanke - Thursday, 3 March 2016, 8:15 AM
 

Hallo Innozenz,

entschuldige, wenn ich mich angegriffen gefühlt habe. Es war mein Fehler, nicht Deiner. Es spiegelte nur meine Schwäche...

Lass uns die Vergangenheit vergeben UND sie vergessen sein. Dann kann sie vergehen, weil keine Konfliktenergie mehr in eine Gedankenform investiert wird, die dadurch erhalten wird. Fühlte mich beurteilt und damit nicht "zugehörig", doch letztlich gehört unser aller Leben unserem Schöpfer und so dürfte sich (unser unbewusst) un(zu)gehöriges Verhalten immer als Hinweis / Hilferuf / Kompensationsversuch erweisen. Grund ist analog jedoch zumeist eine weiterhin wirksame Vergangenheit, die solange wirksam ist, wie sie nicht vergeben werden konnte. Könnten wir die Vergangenheit wirklich vergehen lassen, hätten alle etwas gelernt.

Die Absicht, in deren Ziel eine Schnittmenge zu finden wäre, sollte im Zentrum übereinstimmender Willensäußerungen stehen. Menschen sollten in einer Absicht FÜR Gott miteinander kommunizieren und sich gegenseitig informieren. Irgendetwas lehntest Du an mir ab. Wüsste ich, was das ist, könnte ich die Information erst verwerten. Oft wissen wir das selbst gar nicht bewusst.

Natürlich bist Du weiterhin, wie Gott Dich schuf. Alles andere wr eine Illusion, mein Fehler...

Nee, Du hast eine ausgerägte Intuition und mir im Grunde geholfen, etwas zu erkennen. Im Spiegel erkennt man manchmal auch, was einem noch fehlt.

Dafür vielen Dank,

Michael



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Re: Selbstmord
by Mairon - Monday, 16 January 2017, 6:02 AM
 

Hallo Oholiab,

vielen Dank für Deinen guten Beitrag, so sehe ich es auch.

Dein Einwand am Anfang ist auch ein guter Hinweis, wobei ich darauf hinweisen muß, dass der Fakt nicht unbedingt so sein muß. Sicherlich besteht immer die Gefahr des eigenen "Hilferufs", muß aber nicht. Ich arbeite seit Jahren mit Angehörigen von Mord, Suizid, und Vermissten, und wenn ich hier ggf. eine Frage stelle, hat das in meinem Fall nichts mit einem Hilferuf zu tun.

Allerdings hast Du recht, die Gefahr besteht immer und man kann über eine Korrespondenz und in räumlicher Abwesenheit des Fragers nur mutmaßen.

***edit***(Oholiab, Hauptmoderator - bitte Regeln beachten)

LG

 

(Edited by Oholiab Schildmann ** (R6) - original submission Saturday, 14 January 2017, 5:36 PM)

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Re: Selbstmord
by Pari - Thursday, 25 February 2016, 4:40 PM
 

Lieber Niro, 

eine überaus interessante Frage und tatsächlich nicht einfach zu beantworten. Vielleicht kann ich dir dies bezüglich einen Aspekte aus der philosophischen Sicht näher bringen?! Vorweg möchte ich dich gerne auf etwas aufmerksam machen: aufgrund der Tatsache, dass du im BOEL Forum diese Fragen stellst, hast du eigentlich unbewusst / indirekt (d)eine Antwort erfahren. Ich versuche es einfach zu erklären: Sartre schreibt in seinem Buch "Der Existentialismus ist ein Humanismus" ("L'existentialisme est un humanisme"), dass wenn eine Person eine Frage hat und jene Person zu einer anderen Person oder Instanz geht, um sie zu stellen, dann hat er bereits eine Antwort. (Ich habe das Buch hier, jedoch habe ich die Seitenzahl vergessen. Werde es aber später nachschauen.) Weshalb hat die Person eine Antwort ohne, dass die Fragen beantwortet sind?

Beispiel: du hast die Frage nach dem Selbstmord gestellt; nun gehst du zu einem katholischen Priester und möchtest seine Meinung dazu hören. Unbewusst weißt du, was der kath. Priester dir sagen wird. Du willst es lediglich unbewusst bestätigt bekommen. Im Hinterkopf hast du -aufgrund von einer allgemein Bildung, dass im katholischen Glauben Selbstmörder nicht in den Himmel kommen; erst am Tag des jüngsten Gerichts etc. Oder ich gehe zu einem Rabbi und frage ihn, ob G*tt existiert? Na, welche Antwort werde ich von ihm bekommen, ohne dass er angefangen hat, zu sprechen? Sind die beiden Beispiele verständlich für dich? Sartres will lediglich aussagen, dass am Ende DU die Entscheidung treffen musst und andere für dich nicht verantwortlich sind; im Sinne von, dass sie dir nicht das Denken und die Entscheidung abnehmen können. "Sapere aude"( "Wage es, weise zu sein"). Tatsächlich ist einer der wichtigsten Statements im Existentialismus, dass der Selbstmord das einzige (!) philosophisches Problem ist. (-> siehe Camus „Der Mythos des Sisyphos"; ebenfalls ein grandioses Buch, was ich nur weiter empfehlen kann.) Gemäß Camus ist der Selbstmörder -in dem Augenblick seiner Tat- größer als G*tt. Demzufolge einen Moment des Triumphs über den Werdegang und die Selbstentscheidung des eigenen Lebens, aber ob es klug ist, ist eine andere Frage. Das ist jetzt wirklich sehr einfach und verkürzt dargestellt.

In Licht und Liebe

p.

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Re: Selbstmord
by gedanke - Monday, 29 February 2016, 6:58 PM
 

Lieber Niro., liebes Forum,

war vorhin etwas benommen, als ich die Mail auftauchen sah...


Für Menschen, die irgendwann diesen Ordner lesen werden, könnte ich aus eigener Erfahrung etwas zu den Komplikationen hinzufügen, die entstehen können.

Vor 24 Jahren hatte ich das gleiche Gefühl. Meine Großmutter sagte mir damals, dass mein Bruder den Freitod gewählt hat. Hätte diesen Weg nun jemand mit Vorbildfunktion, wie Oholiab Schildmann gewählt, wäre (zumindest für mich) die Weisheitslehre entkräftet und geschwächt worden.

Natürlich ist so etwas - schon aus gelebter Eigenverantwortung - unmöglich denkbar, doch einige Sekunden nach dem Lesen dachte ich es. Dann war ich wieder in der Situation vor 24 Jahren, als mein Bruder es wählte, diese Form körperlicher Existenz zu verlassen. All den vorgenannten Ausführungen schließe ich mich an.

Warum mir diese Mail in dieser Form zuteil wurde, mag damit zusammenhängen, dass die Meister ihren Schülern auch über große Entfernungen ins Herz zu schauen vermögen. Das was über dieses Thema dort zu finden ist, teile ich hier mit Euch:

1. Im Jahr 1984 starb ein gemeinsamer Freund (meines Bruders und mir) bei einem tragischen Motorradunfall. Obwohl mein Bruder wusste, dass unser gemeinsamer Freund gefahren ist, sagte er es niemandem, nicht einmal der Polizei oder dem Gericht. Auch mir sagte er erst nach dem Gericht, dass XXX gefahren sei und die Trunkenheitsfahrt dazu diente, den Freund nach Hause zu bringen, der daher folgerichtig "Fahrzeugführer" wurde. Sie fuhren bei Nebel frontal in einen Graben, die Art der Verletzungen brachte den Unfallhergang an den Tag und mein Bruder wurde entlastet.

Mein Bruder erwies seinem Freund die Treue, ihn auch im Tod nicht zu "beschuldigen" und es hat Jahre gedauert, bis ich die Beweggründe verstanden habe und noch erst verstehe: Das Urteil, dass der Bruder des Verstorbenen, ebenfalls ein gemeinsamer Freud, unbewusst immer als Vorwurf mit sich herumtrug; die vorwurfsvollen Blicke, das geheuchelte Mitgefühl - erniedrigendes Mitleid, der Rückzug vieler weiterer Menschen und die "Seelenruhe und Engelsgeduld" meines Bruders, der darauf hoffte, dass die Wahrheit ans Licht kommen möge.

Doch einmal gesprochene Urteile können zu einer Vergangenheit werden, die nicht zu vergehen scheint. Es wäre an sich weiter auszuholen, doch der analoge Kernpunkt der Erfahrung mag zu erfassen sein.

Nachdem XXX 1984 verstarb, nahm mein Bruder eine bestimmte Verhaltensweise an, die wir, die anderen Freunde, sonst recht spezifisch von XXX kannten. Die Verhaltensweise trat in ähnlichen Kontexten auf und ähnelte überhaupt nicht wirklich meinem "Brüderchen". 

Im Jahr 2011 fand ich in einem Buch die Einladung zu einem Seminar über eine bestimmte Methode zur Selbstheilung. In der Mittagspause lernte ich eine Assistentin besser kennen, die "die Komplikation sah":

Es gab Seelenanteile meines Bruders (, und oder von XXX), die es offensichtlich nicht wagten, mit ihrer Jenseitsvorstellung vor unseren Schöpfer zu treten. Doch nur wir selbst können uns an dieses Kreuz der Schuld binden, wenn wir wählen, die Schuld zu empfinden.

Was wohl empfunden wird, sprach jemand aus, der nach einem Versuch im Rollstuhl saß: "Als ich gesprungen bin, wusste ich sofort, dass es FALSCH war. Dann empfinden, dass es falsch war und können nicht zurück ins Leben. Im selben Augenblick wird manchmal dann wohl gedacht, wir könnten ebensowenig zu unserem Schöpfer zurück. Doch niemand kennt die Wege unseres Herrn, und niemand mag die Weite seines Herzens durch eine Mutmaßung schmälern: Die Liebe unseres Herrn ist unermesslich und wird doch mehr, wenn sie geteilt wird. Mein Vater kann vergeben, doch kommen wir niemals um die Lehre herum, die wir abgelehnt haben.

Sie lehrte mich ein Ritual nach Art ihrer Meisterin, die "Besetzung", wie sie es nannte. Es waren Verhaltensweisen, die auch ich an mir als "fremd" wahrnahm. Ursächlich sei die Offenheit, die meine Seele für die Seele meines Bruders empfand. So habe ich möglicherweise sogar beiden "verbundenen Seelen" eine Weile als einer Art "Trägerbewusstsein" gedient. Bekomme ich in diesem Zusammenhang jetzt solche Überschriften, wird unwahrscheinlicher, ob mir dies damals wirklich gelungen ist. Was sieht Oholiab Schildmann?

Zweite dahingehend möglicherweise zu teilende Erfahrung

Nach einem Moto-Cross Unfall, einer bestimmten Substanz und ordentlich Lachgas war ich mal "dort". "Dort" begann ich mich gerade zu orientieren. Ein Gedanke: "Habe ich einen Körper?"

Einfache Lösung: An sich selbst herunterschauen!

Stimme: "Michael, du musst jetzt zurück, sonst nimmt dein Gehirn Schaden."

Wo ich sonst je eher noch Fragen gestellt hätte, teilte ich die Absicht letztlich sofort und war wieder in meinem Körper. Atmen war allerdings echt nicht drin. Bleierne Schwere auf dem Brustkorb, der Gedanke an die Stimme und die möglichen Schäden im Gehirn, aufsteigende Panik, alle Energie sammeln und ein Atemholen. Augen öffnen sich und blicken in verwunderte, aber erleichterte Augen.


Was ich also zu dem Thema aus Erfahrung sagen kann:

Wie töricht wäre es, sich dieses Körpers aufgrund geistiger Ursachen zu "entledigen" um dann feststellen, als "Bewusstsein" gar nicht gestorben zu sein.

Wie ehrlich konnte ich wirklich auf allen Ebenen an die Wirkung des "Rituals" glauben?

Ein Parameter könnte sein, sich manchmal "fremd" zu sein. In dem Moment, in dem ein Mensch so verzweifelt ist, darüber nachzudenken, sich das Leben zu nehmen, sind wir unserem Selbst sehr fremd.

Ist es ein Triumph, wie Satre meint?

Ist es nicht eher der verzweifelte Versuch, Gott durch die Anbietung der Selbstopferung zu bewegen, sich zu offenbaren?

Ist es nicht die "Besetzung" durch die Illusion der Möglichkeit eines Widersachers?

Ist es nicht die Illusion, durch den Beweis des "Todes" die Nichtigkeit, die Niederlage des Lebens, die Niederlage der Liebe, die Niederlage des Lichtes zu beweisen, was uns sofort unmöglich erscheint, erkennen wir nach der Schwelle die Kontinuität des Bewuststseins.

Für mich persönlich ist es "Beweis" genug. Doch die Wahrheit lässt sich nicht zur Offenbarung zwingen, den letzten Schritt auf uns zu geht unser Schöpfer, wenn es sein Wille ist.

Zweierlei sei damit gesagt:

Bedenke Mensch den Schmerz derer, die es nicht verstehen können, warum ihnen nicht vertraut wurde, warum nicht gesprochen werden konnte...

Bedenke Mensch den Fakt, dass das, was im Moment des Sterbens im Herzen gefühlt wird, dass sein wird, was wir sehen und vorfinden. Wir wurden in der Vorbereitung auf die anderen Welten nur mehr selten fundiert geschult, es ist jedoch in allen Schulen und Religionen üblich, den Verschiedenen nach dem Verscheiden (in ritueller Tradition) zur Seite zu stehen. Mag jede Kultur ihre Jenseitsvorstellung entwickelt haben, eine Form von Jenseitsvorstellung ist uns allen mehr oder weniger innewohnend.

Wir können nicht entscheiden, nicht lernen zu wollen. Wir können höchstens die Dauer unserer Seelenentfaltung und Entwicklung verkürzen oder verlängern. Wie bei einer Waage ist jedes Wort, das je gesprochen, entweder ein Gewicht auf der Einen, oder ein Gewicht auf der anderen Seite. Wird das Herz gewogen und ist voller Schuld und Selbstanklagen, voller Hass und schlechter Ausreden, voller Wut und voller Zorn, ist es nicht wirklich wahrscheinlich, eine liebevolle Stimme zu erwarten.

Sind Erfahrungen, die jedoch in vorgenanntem Kontext wissenwert sein könnten. Nichts besitzt die Macht, unser Bewusstsein davon abzuhalten, unseren Vater zu finden. Die Liebe unseres Vaters bezweifeln zu müssen, da uns unser "Gewissen" in irgendeiner Form plagt, sollte in meinen unbedeutenden Augen ungewählt bleiben.

Zwar existiert auch hier keine Schuld, doch rückblickend kann es objektiv als eines dieser "Komplikationen" angesehen werden. ODer auch nicht: Ich habe etwas gelernt. Aller Seelen Geist ist weiterhin, wie Gott ihn in seiner unendlichen Weisheit schuf. Einzig der Grad der Intensität des Wunsches, in diesem Moment von Gott getrennt SEIN ZU WOLLEN, beschreibt die Wirksamkeit der Stimme gegen das Leben.

Unser Vater ist immer die Stimme für das Leben. Der Tod kann niemals Erlösung aus ungelösten Konflkten bieten. Mit Menschen zu sprechen kann wie ein soziales Thermostat wahre Wunder wirken. Ich konnte die Situation nur so annehmen, wie sie eben war. Manchmal sehen wir erst im menschlichen Spiegelbild, was uns wirklich fehlte...

Immer ist es die Liebe unseres Vaters, die uns am Leben erhält. Die Stimme für Gott sagt niemals, dass wir etwas nicht schaffen können. Die Stimme für Gott spricht von Liebe. Was nicht von Liebe spricht, das kann nicht wirklich sein. Was nicht wirklich ist, sollte nicht als Wirkung betrachtet werden. Nichts Wirkliches kann bedroht werden, unser Geist kann nicht verletzt werden. Es sei denn, wir wählen es, Faktoren im Außen die Macht zu verleihen, die Herrschaft über unseren Geist zu gewinnen.

Es wird Resilienz genannt, die Widerstandsfähigkeit und Resistenz gegenüber Ereignissen, denen wir im Leben begegnen und die zu jedem Lernprogramm gehören. Wir können nur wählen, wann wir Gottes Lektionen lernen wollen, nicht, ob wir sie lernen wollen. Das ist aus der Zeit heraus unmöglich. Ein Suizid bringt einzig Zeitverlust, unnötiges Leid und manchmal unbedachte Folgenkreisläufe...





















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Re: Selbstmord
by Niro - Thursday, 3 March 2016, 6:27 PM
 
Vielen dank für die ausführlichen Antworten, es hat mich zum Nachdenken gebracht.

Im Prinzip wollte ich nicht Selbstmord begehen, eher eine "kontrollierte Nahtoderfahrung", die aber natürlich schief gehe kann und so zum Selbstmord führt.

Ich kann manchmal dieses Gefühl des ausgesaugt werden von jäglicher Lebenskraft, Lebensfreude nicht mehr aushalten. Hinzu kommt dass Gefühlt im eigenen Kopf gefangen zu sein. Mein Gedanke war dass ich möglicherweise durch ein NTE Antworten bekommen kann. Ich glaube nicht dass es unbedingt karmischer Natur sein muss, könnte es aber Akzeptieren wenn es so ist.

Mit freundlichen Grüße 

Niro 

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Re: Selbstmord
by gedanke - Thursday, 3 March 2016, 10:49 PM
 

Lieber Niro,

die Situation kenne ich. Im Grunde wollte ich damals einen Beweis für die Existenz einer "geistigen Welt" die dem materiellen Dasein einen tieferen Sinn gibt. Ich suchte nach Gott und konnte ihn doch im inneren entzwei-gerissen-sein nicht fühlen.

Auch den Zustand, sich als Seele in einem Körper gefangen zu fühlen kenne ich gut. Ohne eine spirituelle Zugehörigkeit fühlen wir uns kraftlos, die Seele findet kaum Nahrung, der Körper verliert seine Be-geist-Er-ungsfähigkeit.

Wir suchen nach einer Funktion auf einer erweiterten Ebene, die Raum für die Seele schafft und die Enge, Schwere und scheinbare Ausweglosigkeit wieder in die ursprüngliche Leichtigkeit verwandelt, die in Begeisterungsstürmen, Staunen, Lachen und Freude ihren Ausdruck findet.

Wenn dieses spielerische Element im Laufe des Lebens immer weiter in den Hintergrund rückt, vermissen wir diese Anbindung zum inneren Kind. Die Freude, die damals eine Quelle besaß, hat ihre Anbindung verloren.

Damals begann ich intensiv, mich mit spiritueller Literatur zu beschäftigen. Was ich sagen wollte:

Aus einer Zeit, die ich damals echt nicht wirklich angenehm fand und die mich fast dazu gebracht hat, die Hoffnung zu verlieren, konnte ich Raum für neue Träume gewinnen.

Die Antworten, die wir oft im Außen suchen, finden wir von selbst in unserem Selbst. Bemerkt das innere Kind, dass du es bemerkst, können beide voneinander lernen. Eine erweiterte Vorstellung des inneren Kindes, nennt diese in Dir anwesende Heiligkeit den inneren Christus.

Kurz: Ich wollte unbedingt Antworten. Problem war: Ich gab mir selbst die Antworten. Ich stellte Fragen, die im Grunde aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet waren. Die Vergangenheit kann leichter vergehen und ihre Wirksamkeit verlieren, wenn wir ihr vergeben und einen Nutzen in der Lehre sehen, auf die wir künftig als gelebte Erfahrung zurückgreifen können.

Damals, in der Situation, konnte ich nicht sehen, dass sich meine Seele nach spiritueller Zugehörigkeit, nach Einheit, Sinn und Bedeutung sehnte. Sie wollte auf sich aufmerksam machen.

Für das, was als Ego bezeichnet wird, ist dieser Wunsch eine Gefahr. Es fühlt sich bedroht und reagiert aus Angst heraus mit Abwehr. Das, was du in Dir fühlst, ist ein Wachstumsschmerz. Würdest Du die Enge jetzt nicht fühlen, wie könntest Du den Wunsch entwickeln, dich daraus zu befreien?

Ich wollte mich aus der Umklammerung des Egos befreien, dass mir in endlosen und nutzlosen Konflikten um letztendlich belangslose Nichtigkeiten jede Lebensfreude zu nehmen schien. Dieses "Aufbrechen" der Verkrustungen suchen wir manchmal in bestimmten Verhaltensmustern und erkennen daran, wie die Seele nach Entfaltung ruft und erkannt werden möchte.

Und es gibt schon Momente, in denen wir uns weiterhin frei fühlen. Sie wechseln sich ab.

Gott ist NUR Liebe und in dieses Gefühl, bedingungslos geliebt zu werden, möchten wir zurückfinden und eintauchen. Dazu ist Frieden notwendig, in all meinem Gemecker über die Mangelhaftigkeit der Schöpfung war kein Raum für das Horchen auf mögliche Antworten.

Die Kämpfe, die daraus resultierenden Konflikte, die erbarmungslose Konkurrenz, der fehlende Hoffnungsschimmer, all das kostet Kraft. Wenn wir der Kämpfe auf materieller, emotionaler und gedanklicher Ebene müde sind, öffnet sich die Seele. Sie wendet sich zu Gott zurück und antwortet auf seinen sehnsuchtsvollen Ruf nach Entfaltung dessen, was DU JETZT in DIR trägst.

Wir sind das Beste, was dem Universum bis zu diesem Zeitpunkt passiert ist. Manchmal habe ich das vergessen. Wenn ich mich daran erinnerte, konnte mich die Vergangenheit nicht mehr berühren.

In Gottes Plan kann nichts schiefgehen. Das ist unmöglich, wir verstehen die Wege nicht, wie sich Gott uns nähert, doch das wir zurückfinden, dafür bürgt unser aller Schöpfer mit seinem Wort.

Es ergründen zu wollen, ist für das Ego eine "schwere Geburt". Nach dem Durchschreiten all meiner Ängste  wurde mir klar:

Mein Geist wurde nicht davon beschädigt. Hinter der Angst sind wir immer noch so, wie Gott wollte, dass wir es sind. Wir sind unschuldig, es ist nichts geschehen, dort, wo unsere wahre Heimat ist.

Du bist auf dem Weg zu Dir selbst. Ich weiß: Es tut schrecklich weh, wenn das Ego beginnt, seine Felle davonschwimmen zu sehen, solange wir das Licht hinter dem Schleier nicht sehen. Aber all die Tränen, die geweint wurden, bilden den Strom, auf dem unsere Seelen den Rückweg zum Meer finden werden.

Einen Gedanken möchte ich mit Dir teilen: "Wir sind keine Körper, wir sind frei. Denn wir sind nach wie vor, wie Gott uns schuf."

Einer meiner Lieblingsgedanken ist: "Gott ist einzig Liebe und daher bin ich / sind wir es auch".

Am allerschönsten finde ich einfach zu denken: "Gott ist."

Versuche deine eigenen Gedanken zu finden, die dir guttun. Mir tut: "Ich bin eins" bei gleichzeitigem Einatmen beispielsweise richtig gut. Ursprünglich sollte der Gedanke beim Ausatmen gedacht werden. Vielleicht spürst Du einen Unterschied...

"Ich bin ich", ist ein Gedanke, der zentriert und festigt.

Ach, das gäbe so viele interessante Gedanken, die aufbauend wirken. Damals wählte ich, abbauende Gedanken zu denken. Es war meine Entscheidung, ein Fehler, auf den mich mein Seelenschmerz aufmerksam machte.

Was ich mir lange nicht vergeben konnte, waren die bohrenden Fragen, warum mein Bruder nicht mit mir gesprochen hat. Warum kein Vertrauen da war und was wohl mein Anteil daran gewesen war. Wie oft habe ich Schuld bei mir, den Umständen und / oder der Mitwelt gesucht und bin fast daran zerbrochen, die Situation nicht annehmen zu können.

Gott kann vergeben. Wir tun uns schwer, uns selbst zu vergeben. Gott möchte, dass wir seine Liebe dauerhaft in uns fühlen. Wir suchen Gottes Liebe im Außen, doch sie begleitet unser Herz und umfängt alles, was ist. Wir haben uns nur angewöhnt, Gedanken als wahr anzusehen, die uns sagen, dass wir nicht mehr sind, was in Liebe erschaffen wurde und daher ewig Liebe bleibt.

Wir suchten Gott einfach da, wo er nicht zu finden war. Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht. Vertrauen gehört dazu. Geduld ist wichtig. Nichts müssen müssen...

Seelenruhe entsteht, wenn wir loslassen lernen, was vergeht, wenn mit und durch Liebe vergeben wird.

Könnten wir vergeben, würden wir die Dinge anders betrachten lernen...

Ohne Vergangenheit ist mein Schmerz gelöscht. Wenn ich hinschaue, und diesem jetzt Gewicht verleihe, ist die Büchse wieder geöffnet. Je häufiger ich wähle, die Vergangenheit vergehen zu lassen, umso weniger Wirkung liegt darin.

Stell dir doch bitte einmal vor, unser Schöpfer möchte ein Gebäude von seinen Bauleuten errichten lassen. Alle Steine hatten im Plan Gottes ihre Bestimmung, ihre genauen Maße und eine bestimmte Funktion. Wie das bei Großbaustellen heute ja immer noch ist, weiß die linke Hand selten, wa die rechte tut, so fanden die Bauleute einen Stein nicht mehr, er schien anfangs nirgends dazuzugehören, später konnte ihn keiner finden.

Damit ist der verworfene Schlussstein gemeint, die Entscheidung, keinen Sinn in etwas zu sehen, was erst mit dem Schlussstein zusammen eine Gesamtheit wird. Beim Bau konnte dieses niemand wirklich vorhersehen. Allerdings hätte man fragen können...

Aber ich glaub, da wollte niemand wirklich auf die Antwort warten. Nicht alle Antworten sind in unsere gewohnten Denkmuster zu integrieren.

Von Konfuzius gibt es einen Satz, der dazu passt:

Wer ständig glücklich sein will, muss sich häufig ändern.

Ich versuchte damals halt, stattdessen die Welt verändern zu wollen. In diesem "Kampf- oder Fluchtmodus" war es nicht möglich, Seelenruhe zu finden. Wie Du sagst, im Annehmen liegt die Kraft.

Solange wir einmal mehr aufstehen, als wir hinfallen, lernen wir den aufrechten Gang. Oder konnte irgendjemand diesen Körper zum Gehen benutzen, bevor wir es zu lernen wählten?

So ist es mit den Bewegungen der Seele auch. Ob jemals einer Raupe wohl dabei zumute war, sich in ihren Kokon zu verwickeln?

Ob sie jemandem geglaubt hätte, der sie freudestrahlend fragt, ob sie sich schon freut, bald ein Schmetterling zu sein, ist die Frage. Auch dieser Umweg macht einen Sinn und hat seine Bedeutung. Zu sehen war es nicht wirklich. Die meisten haben die Raupe nicht als Schmetterling erkannt.























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Re: Selbstmord
by Jean - Sunday, 15 May 2016, 7:32 PM
 

M.E. nach, ist das im gewissen Sinne lenkbar. Dabei kommt es aber auf die Gründe für den Freitod an.


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Re: Selbstmord
by gedanke - Tuesday, 17 May 2016, 7:11 PM
 

Liebe Jean,

es mag Situationen geben, die kann ich nicht beurteilen, da ich die Ursache des Wunsches "wegzugehen" nicht für einen anderen Menschen bewerten möchte. Es gab jedoch eine Situation, in der ich persönlich nicht "mit dem Urteil" der Mitwelt übereinstimmte und immer noch nicht sicher bin, was "das Beste" gewesen wäre.

Zur Lenkbarkeit des Wunsches nach "Erlösung durch den Tod" sei angemerkt, dass sich darin ein Misstrauensvotum gegenüber der göttlichen Vorsehung widerspiegelt. Hätte ich ausreichend Vertrauen in den natürlichen Verlauf der Dinge, ist es wie bei Moses, von dem gesagt wird, er wäre bis zuletzt aktiv geblieben und hätte das Strahlen in seinen Augen bis zum letzten Tag bewahrt.

Wie aus den damaligen Beiträgen meinerseits unschwer zu entnehmen, glaubte mein Arzt über 15 Monate daran, die Blutwerte einer Leukämie zuordnen zu können und drängte auf eine Knochenmarksbiopsie. Klar, es ging mir mit Spitzenwerten von fast 20 000 Leukozyten nicht mehr wirklich angenehm, doch ich fragte mich, was den Seelenalarm auslöste.

Jetzt, vor einer Woche saß mir der Doc. dann gegenüber und musste die "anfängliche Unmöglichkeit" einräumen, dass es die Selbstheilungskräfte ohne Therapie geschafft haben. Im Grunde wahrte ich mich erfolgreich gegen das Annehmen der "Krankheit" als Wirklichkeit.

Den Grad jeweiliger Realität entwickelte "die Krankheit" jedoch dadurch, dass sie im Außen zu Wirkungen führte und im Grunde eine Fremdsuggestion des Arztes darstellte, der unbedingt Krankheit diagnostizieren wollte.

Die Lenkbarkeit von Krankheiten schon aufzugeben, bevor das Selbst sich selbst heilt, wäre in meinem Fall voreilig gewesen. Die Lenkbarkeit dessen, was nach dieser Existenz als Mitwelt in unserem Geist erscheint, könnte ebenso wie das Suggestionsverhalten des Arztes, als "Schöpfung durch Beobachtung" verstanden werden.

Hätte ich daran gezweifelt, gesund zu werden, hätte ich mich möglicherweise in eine Behandlung begeben, die zwar Symptome behandelt, aber die geistige Ursache der ER-krankung nicht in der inneren Verleugnung des Göttlichen erkennt.

Hier kommen dann die grundlegenden Fragen auf uns zu:

Sehen wir uns als von Gott getrennt, sind SELBST-Heilungskräfte schwieriger zu aktivieren.

Sehen wir ein verbundenes Selbst in seiner Ewigkeit, ist der Wunsch nach dem Tod zur Erlösung aus dem Leben letztlich der kognitiven Dissonanz der Schuld geschuldet. Wäre ich dann, in einer Kurzschlusshandlung über meinen damaligen Gesamtzustand, zu dem Entschluss gekommen, "es sei nun Zeit zu gehen, weil angemessenes Leben nicht mehr möglich ist", hätte ich das Jetzt verpasst.

In dem Sinn, dass wir über die Kernlektionen eines Reisetraumes mit Gott einig waren, sollten wir den Kelch immer bis zur Neige leeren. Ich bin zumindest froh, auf die Stimme gehört zu haben, die mir ständig sagte, dass der "Alarmzustand" meines Abwehrsystems eine Antwort auf eine geistige Ursache darstellte.

Krankheiten haben in meinen Augen viel mit dem Energieverlust in Konflikten und Stessituationen zu tun. Der Tod ist am Ende nichts als ein völliger Energieverlust. Moses ging jedoch "energetisch geladen" seinen Weg.

Wobei Gottes Wege unergründlich sind und weit jenseits unseres Urteils verlaufen können. Eigentlich ist der Tod für mich gestorben, denn ein Rückweg zur Quelle des Lebens kann kein Tod sein. Die Angst vor dem Tod wurde jedoch zum Verlust der Anbindung an das Leben.

Die Zeit der individuellen und verwobenen Lektionen ist erst vorbei, wenn alles gelernt wurde. Es könnte gesagt werden, wir hätten so etwas wie einen "inkarnationsübergreifenden karmischen Papierstau" an unerledigten Lebenslektionen.

Es wird gesagt, daher sei es hier derzeit so voll. Die Kirchen müssen etwas anderes darüber wissen.

Eine Zelle soll angeblich erst mit 13 Milliarden "Bewohnern" als GANZHEIT funktionieren.

Die Zellverbände von 50 Billionen "Bewohnern" besitzen die Absicht, in friedlicher Koexistenz zusammen zu kooperieren. Die Aufgabe der Kooperation im "physischen Lebenskampf" ist bis auf die Zellebene wirksam und da sind die "Energieverluste" ursächlich zu betrachten.

Solange die Zellen von Moses stolz darauf waren, den Geist in seiner Seele durch die Welt zu tragen, war die Motivation zur Aktivität kein Problem. Und es soll gesagt worden sein, Moses wäre 120 Jahre alt geworden.

Lieber gesund werden als die Flinte zu früh ins Korn zu werfen. Eine Binsenweisheit.

Wie blöde ich aus der Wäsche geschaut hätte, wäre ich schon gegangen, um bei der "Begrüßung" zu erfahren, dass der Kelch an mir vorbeigegangen ist. Lieber im Leben jede Sekunde wertschätzen. als einem Urteil zu folgen, dass eine Deutung darstellt. Es schien so zu sein. Aber es war nicht so.

Mein Arzt verkündete den Normwert irgendwie "enttäuscht" und meckerte sofort wegen etwas Anderem...

Sein Ego war "enttäuscht" ob seines Irrtum. Ich hätte an sich erwartet, dass er sich mit mir freut.

Als Symbol ist für die Seele gilt das Blut. Doch es war eine unrichtige Auswahl von bestimmten Gedanken, die den Seelenalarm verursachte. Nun habe ich gelernt, Gesundheit aus "Zellperspektive" zu betrachten und glaube, seit ich über meine Bewohner nachdenke, ein Feedback zu schaffen. Immerhin bin ich für meine Zellen ein nicht lokales Bewusstsein - sie wissen nicht, dass es mich gibt, solange ich sie nicht mit Liebe versorge.

Das ist wohl eine Ahnung von dem, was "Innen wie Außen" an Erkenntnis beinhaltet. Von den Zellen könnten wir daher eine Menge lernen, bevor wir sie "abschreiben" und unser "nicht lokales Bewusstsein" zu seiner Quelle zurückgeleiten.

Erst auf dem Grundes des "Bechers Wissenschaft" wird der Atheismus zu Spiritutlität. Energie geht, wenn das Staunen und die Freude fehlen. Es gibt einen Satz, den wir verstehen könnten:

"Der Mensch hört nicht auf zu Spielen, weil er älter wird.

Der Mensch wird älter, weil er aufhört zu spielen."

Mit Freude und in Würde kann auch ein Schierlingsbecher angemessen sein. Wir wissen halt nur, wenig über die Ewigkeit zu wissen. In der Annahme der Situation lag die Aufgabe der Abwehr und damit konnte vom "Stressmodus" auf neues "Wachstum" umgestellt werden. Es war ein Fehler von mir, anzunehmen, im Außen um etwas kämpfen zu müssen und diesen Konflikt nicht von der geistigen Ursachenebene mental herunterzutragen und in Seele und Körper gespiegelt zu sehen.

Der Widerspruch dabei ist: Mein Arzt wäre "überzeugt" gewesen, mir mit physischen Krebsmedikamenten" helfen zu können. Von einer Heilungsmöglichkeit ohne physische Arzneien war er überhaupt nicht überzeugt. Wenn die Ursache jedoch in einer falschen Entscheidung meines Geistes zu suchen war, die meiner Seele zu viel Kraft entzogen hatte, habe ich mir das körperliche Symptom im Prinzip SELBST gemacht. Genau wie das Selbst die Selbstheilungskräfte aktiviert hat. Am Ende hat es eine einzige Immunzelle geschafft, genau die richtige Information aus der Genetik auszulesen und diese perfekte Immunantwort wurde eine Zeit vergeblich gesucht.

Dumm ist halt, dass in Stresssituationen die Zellmembran auf Schutzbetrieb umstellt und dann dabei Wachstums- und Reparaturvorgänge unmöglich sind. Gut, die Stressachsen hier zu erklären, wäre angesichts unseres Lehrers ein wenig vermessen.

Im Schutzbetrieb erscheinen die Dinge anders, der "kurze Dienstweg" über den Panikschalter Amygdale führt oft zu Übersprungsreaktionen und wir spielen die "alten Leiern" ab.

Bei mir ist die "alte Leier", dass die Materie die Existenz des Geistes bedingt, steuert und beendet, eindeutig als berichtigungsbedürftig erkannt worden. Das Selbst ist die Quelle der Selbstheilungskräfte.

Doch erst, wählen wir es nicht mehr, den anderen Mitweltzellverbänden die Kooperation zu verweigern. Aus Sicht der 50 Billionen Bewohner unseres Körperuniversums ist Kampf mit der Aufgabe von friedlicher KoexistenzABSICHT verbunden.

So sehe ich den "Stress im physischen Konkurrenzdenken" in einer symbolischen Aussage bestätigt:

Und sie kämpften bis aufs Blut um etwas, das alle verloren, weil sie darum kämpften.

Das Unrecht, dass ich zu erleiden meinte, war eine Entscheidung in meinem Geist. Das Selbst konnte es anschauen ohne sich selbst anzugreifen. Würden wir nur verstehen, dass wir uns selbst angreifen, indem wir die friedliche Koexistenzabsicht unserer Zellebene verleugnen...

Das Ego, das die Wunden setzt, spiegelt im Umkehrschluss auf das Selbst die Möglichkeit, die Welt genau spiegelbildlich zu sehen:

Erst ist das Innen, dann ist das Außen. Ich wählte ein falsches Außen, indem ich innere Defizite spiegelte, mehr nicht.

Aus Sicht der Ewigkeit doch daher ein Grund zur Freude, wenn diese Auswahlmöglichkeit im Geiste dämmert.

Den Tod zu wählen, ist für mich keine Option. Für mich ist der Tod des Lebens undenkbar geworden und damit ist der Tod für mich gestorben und kann mir "gestohlen" bleiben. Moses hat man übrigens niemals finden können, weil er etwas ziemlich Abgefahrenes gemacht haben soll.

In welchen Kontext bettest Du die "Lenkbarkeit" ein? Es wird gelernt werden müssen, was zu Lernen ist. Einzig die Zeit, die wir brauchen, ist relativ. Das Ziel ist ABSOLUT - die Ewigkeit.

In der Zeit der "Krankheit" habe ich viel über mein "Verhalten" beim möglichen Sterben nachgedacht. Als keine Abwehr mehr gegenüber der Loslösung vom Leben bestand, konnte der "Stressmodus-Krankheit" keinen Raum zur Entfaltung mehr finden.

So, wie mich jedoch manche Menschen ansahen, als es mir mies ging, konnte der Wunsch - nach Erlösung aus dem Leben durch den Tod - mir zuweilen schon nachvollziehbar erscheinen. Und doch wäre es ein Irrtum gewesen.

Wollte ich freudestrahlend mal erwähnen. Wobei ich durchaus den Eindruck habe, etwas Hilfe bekommen zu haben. Dafür vielen Dank.

Als verbundenes Selbst ist es nicht möglich, eine Krankheit des Ebenbildes als wirklich anzunehmen. Am Ende kann ich froh sein, dieses Wissen für mich persönlich nun annehmen zu können. Zwar nicht immer, aber immer öfter.

Und wie blöde hätte ich geschaut, wenn im "Buchregal" die heutige Situation geschildert worden wäre, die dann ungelebt geblieben wäre, nämlich, dass ich Dir hier nun diese Zeilen schreiben kann. Aus eigener Erfahrung, nicht aus Büchern oder weil es gesagt wurde: Es ist nicht immer so, wie es (im Stressmodus einer Situation) auf den ersten Blick scheint. Die Hoffnung wartet hinter dem scheinbaren Chaos.

Alle Zellen zwischen den Zeilen wollen doch Frieden. Das würden uns die Zellen sagen, würden wir mal fragen. Für unsere Zellen ist diese "Grenze" inexistent. Sonst könnten wir nicht mitfühlen. Was eine Zelle erfährt, ist der Gesamtheit angetan und was die Gesamtheit fühlt, ist Teil des Bewusstseins.

Als "Repräsentant" des Willens von 50 Billionen Bewohnern kann daher gesagt werden: Für die Zellen gibt es keine "Grenze". Sonst könnten wir den Gemütszustand eines Menschen nicht von Weitem erkennen. Der Wunsch eines Gehirnbenutzers, einen zeitlich veränderlichen Bewusstseins-, Seelen- oder Körperzustand mit dem Freitod zu beantworten, entbehrt in diesem Moment der Anbindung an die Ewigkeit.

Die Ewigkeit würde auf eine diesbezügliche Frage mit Liebe und Trost antworten. Solange irgendetwas in einem Menschen "traurig" über den Tod ist, fehlt der Glanz in den Augen im Moment des Übergangs.

Wer mit leuchtenden Augen in die Ewigkeit zurückgeht, scheint in meinen Augen seinen Weg erfolgreich beschritten zu haben. Sich von den Investitionen in diese Welt gelöst zu haben, hat mir die Augen dafür etwas geöffnet.

Bei allen Dingen: Was würde die "Ewigkeit" uns dazu sagen?

Damals hätte sie gesagt: "Es wird einen Nutzen bekommen, den Du jetzt noch nicht erkennen darfst, weil dieser Nutzen sonst keine Erfahrung, sondern etwas Gelerntes wäre". Daher sei nebenbei an die Folgen des "Spickens" im "geschützten Buchregal" erinnert: Es hätte mich dieser Lektion beraubt.

Sagen wir doch einfach: Wenn der Heilige Geist in Dir selbst zustimmt, kann der Körper sanft abgelegt werden. So gingen die Alten bei den "Indianern" einfach an einen Ort, an dem sie friedlich von ihren Ahnen erwartet wurden.

Mich hätten sie gefragt, warum ich kein Vertrauen in das Leben entwickeln konnte. Der Tod ist jedenfalls auf keinen Fall mit der "Niederlage des Lebens" gegen den Zahn der Zeit anzusehen. Mögen wir diesen Körper ablegen, es ist nicht das Ende des Bewusstseins. Sonst wären auch die Ahnen nicht spürbar...

Doch um Rat befragen sollten wir die Ewigkeit und nicht die Vergangenheit. Ist nur meine Meinung. Was so war, muss nicht so bleiben. Warum nicht das Leben zur Quelle von Freude erheben, statt den Tod als "Erlöser" zu sehen?

Warum können die Selbstmordattentäter ein Leben nach dem Tod, einem Leben vor dem Tod vorziehen? Wie kann das als logisch betrachtet werden?

Wie kann ich einem Freitod zustimmen, wenn noch Erkenntnis zu gewinnen ist? Wenigstens auf "Fälle" wie Moses ist hinzuweisen, in denen vorgelebt wurde, wie in Würde und Aktivität auch das Alter nicht zwangsläufig mit Gebrechlichkeit einhergeht. Auch hier sehe ich die von Dir angesprochene "Lenkbarkeit".

Schmerz ist ein Signal, das im Gehirn "gebildet" wird und auch ein "Schmerzgedächtnis" existiert. Er entsteht auch nicht dort, wo er gefühlt wird. In Hypnose wird das deutlicher und selbst beim Zahnarzt schon genutzt. Wir lernen halt nur recht langsam, die Würde der Menschen im Alter durch geeignete (energetische) Verfahren zu erhalten. Seelenschmerz ist eine Entscheidung, die ich im Geist zugelassen habe, daher war auch dieses eine Fehlwahrnehmung im Stressmodus einer - im Grunde beliebigen Situation. Wichtig war mir hier die geteilte Erfahrung, denn auch das eine Leukozytenbewusstsein in der genetischen Bücherei teilte die perfekte Immunantwort natürlich mit allen Zellen.

Ich hätte mich geirrt. Was bin ich froh, daher: Sorry für diesen langen Text. Hätte den "Hundertsten Affen" gestern im Tatort wohl nicht schauen sollen...

Ist ja im weiteren Sinne ohnehin eher ein Selbstgespräch, wobei das Selbst immer und überall es selbst ist. So können wir einhundert kleinen Äffchen auch nur verbunden gesunden. Es gibt einzig ein Selbst, damit ist Krankheit von Selbstheilungskräften umgeben und kann vergehen, weil vergeben werden konnte, was den Seelenalarm auslöste.

Flucht - Kampf oder besser Ewigkeit? Wenn in der Zeitlosigkeit des Himmels auch nur einer als "krank" angesehen würde, könnte es nicht mehr der Himmel sein. Die "dritte Stressbahn" ist die Neutralität, die wir nicht haben können, denken wir an einen Freitod.

Somit ist der Freitod eine logisch und emotional unhaltbare Verhaltensentscheidung, die schon bewertet, was gar nicht "so" werden muss. Freitod als "Deutungsvariante" einer Situation ist von der kognitiven Dissonanz überlagert, die bei mir entstanden wäre, hätte ich den diesbezüglichen heutigen Verlauf einer Prozessentwicklung erst erkannt, nachdem ich "tot" gewesen wäre.

Wobei jede Kultur ihre Jenseitsvorstellungen entwickelt hat, wir also "so ganz tot" nach dem Tod gar nicht zu sein scheinen...

Ich freu mich jetzt einfach mal mit allen Zellen zusammen. Das hätte ich glatt verpasst. Daher diese Worte.

Das Leben ist vom Tod nicht bedroht. Kein Grund für Angst. Doch das Leben ist erfreut, wenn wir uns freuen und das Staunen darüber nicht vergessen, wie wundervoll die Gesamtheit funktioniert, ist sie von einem Bewusstsein, von einem Geist gelenkt. Als Zahn im Getriebe der Zeit können wir uns der Gesamtbewegung nicht entziehen und jeder Freitod hält in meinen bescheidenen Augen die Entwicklung dieser Gesamtheit ein wenig auf.

Aus Sicht der Zellen leiden alle daran, wenn eine Zelle leidet. Ebenso leiden alle Menschen, wenn nur ein Mensch leidet.

Vernetztes Bewusstsein erfordert auch eine erweiterte Form von Eigenverantwortung im Umgang mit dem Leben, das immer eins ist. Den Menschen daraus zu isolieren, war ein Fehler. Zum Glück haben wir uns geirrt. Sich im Tod vom Schicksal zu befreien, ist eine "Behelfslösung" und nicht ganz im Sinne unseres "Erfinders".

Ich kann jedoch gar kein Urteil fällen, was es möglich macht, den Willen unseres "Erfinders" zu teilen, der "Selbstheilungs- und Reparaturprogramme" schon in die Genetik eingebaut hat, bevor eine Krankheit (in der Physis) "erfolgreich weitervererbt" hätte werden können.

Dem Erfinder jedoch zu unterstellen, er hätte eine "fehlerhafte Konstruktion" erschaffen, ist eine Lehrmeinung des Egos.

Daher ein Misstrauensvotum an das Leben und die Liebe als Ursache dahinter.



















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Re: Selbstmord
by Deldri - Sunday, 30 October 2016, 6:12 PM
 

In dieser gewaltigen Disskussion ist ja schon so einiges enthalten. Da möchte ich einfach nur mal einwerfen: Unabhängig davon was in etwa nach Selbstmod geschieht, macht die Einstellung eines 0815-Brückenspringers oder eines altehrwürdigen Samurai einen Unterschied? ;)

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Re: Selbstmord
by gedanke - Monday, 31 October 2016, 4:56 AM
 

Macht die Einstellung zu einem Irrtum wirklich einen Unterschied?

Auch der Samirai wählt die Aussage an seinen Schöpfer:

"Vater meiner Seele, Du hast mich unvollkommen erschaffen. Als Etwas, dem in dieser jetzigen Situation nicht die Mittel und Fähigkeiten gegeben sind, sich angemessen und mit Würde zu verhalten."

Es ist doch ein Irrtum, zu glauben, wir besäßen nicht die Möglichkeiten, das Leben zu meistern.

Macht also die Qualität eines Irrtums den Unterschied zwischen der 0815 Einordnung und dem edlen Motiv?

Für das Ego des Samurai mag es ein ehrenwertes Motiv geben, dem Irrtum tatsächliche Bedeutung zu verleihen, doch aus der Sicht unseres Vaters ist es die Verleugnung unseres "Erbes".

"Sie" wollten nicht wissen, wer sie wirklich sind. Denn beide gaben dem Leben keine Chance, sich zukünftig als liebenswert zu offenbaren.

Auch der edle Irrtum ist nicht die Wahrheit. Stell Dir vor, der inexistente 0815 - Selbstmörder und der edle Samurai kommen zusammen zum Schöpfer ihrer Seelen. Als Vater hast Du BEIDEN alles gegeben, was ein Vater seinen Kindern geben kann. Nun kommen beide zurück und streiten dabei vehement über die Qualität ihres Irrtums.

Wie würdest DU versuchen, diesen Irrtum angemessen, würdevoll und vor allem liebevoll berichtigen?

Niemand ist nicht Teil unseres Bewusstseinsfeldes und jede Bewusstseinsspur hinterlässt ihren Abdruck.

Gedanken über die Unmöglichkeit, das Leben meistern zu können, sind nach innen gewendete Folgen des Umstandes, in einem bestimmten Lebensmoment nicht die Verbindung zum Vater unserer Seelen hergestellt haben zu können.

Gedanken über die Unmöglichkeit, mit dem Leben eines Körpers das Leben des Geistes zu beenden, wären insofern besser dort zu hinterfragen, wo das Leben, die Liebe und das Licht ihre Quelle haben.

Es ist immer das Ego, das einen Freitod in Erwägung zieht, da es sich verletzt fühlt. Das Selbst in uns selbst kann leider nicht gehört werden. Es würde sagen:

Stell Dir vor, Dein Körper stirbt und Du bist gar nicht tot, sondern als Gesit weiterhin lebendig. Der einzige Unterschied ist: Dann kannst Du nichts mehr tun, außer, zu SEIN, was Du bist.

Ob das Leben also zum Leben spricht: "Ordne dich dem inexistenten Tode unter...", halte ich für nicht wirklich wahrscheinlich. Eigentlich Einsteins Frage nach "einem freundlichen Universum".

Würde der Samurai ein liebevolles Universum "intendieren" können, würde ihm sein "würdiger Irrtum" genauso lächerlich vorkommen, wie dem 0815 Menschen, den es nicht gibt. Jede Seele ist ein göttliches Wesen, auch wenn sie sich noch spiegelbildlich verhält.

Dieses spiegelbildliche Verhalten unserer Mitwelt nicht als Hilferuf zu interpretieren, verursacht das, was zuweilen "einen würdevollen Irrtum" zu bedeuten scheint. Ein Irrtum, der als Irrtum erkannt wurde, ist erst dann kein Irrtum mehr. Vorher hielten BEIDE einen Irrtum für die Wahrheit.

Daher unterscheidet zumeist die Quantität über "Fehler" oder "Wahnsinn". Einmal mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, ist schon schmerzhaft. Häufiger gegen die Wand zu laufen, könnte die Frage nach Türen aufwerfen. Immer wieder mit wachsender Vehemenz gegen die Wand zu rennen, ohne nach einer Tür Ausschau zu halten, ist wohl ziemlich wahnsinnig.

Anzunehmen, dem Leben könne das Leben genommen werden, könnte ein Irrtum sein. Davon auszugehen, das Leben unterliege dem Tod, setzt ein ziemlich unfreundliches Universum voraus. Es ist ein Misstrauensvotum an die Schöpfung, nicht jede Sekunde als Geist in der Seele eines Körpers als "akzeptabel" anzusehen.

Aber wie blöde wäre es, nach dem Tod des Körpers das identische seelische und geistige Bewusstsein abgebildet würde, dessen Erfahrung wir uns zu Lebzeiten bewusst machen und erarbeiten konnten?

Was wäre, gäbe es kein Gegenteil vom Leben? (Der Tod des Geistes ist eine unbewiesene Hypothese, mehr bisher nicht. EINE ANNAHME!!!) Die Annahme, in einem unfreundlichen Universum zu leben, bleibt jedoch bis zu ihrem tatsächlichen Beweis eine Hypothese.

Sollte diese Annahme jedoch unrichtig sein, dann könnten wir noch viele weitere Male gegen die Wand rennen, einen Sinn darin könnt niemand nennen...

Daher stehen uns immer Türen offen, von deren Existenz wir nicht immer schon wissen. Die merkwürdige Affinität des Egos, auch offene Türen einzurennen, entspringt dem Glauben an ein zutiefst unfreundliches Universum. Der Beweis dafür kann im Suizid nicht gefunden werden.

Es ist der Versuch, dem Leben zu beweisen, dass es tödlich für den Geist enden würde, einen Körper abzulegen. Nee, kein Leben hat jemals unser unveränderliches Wesen verändern können. DAS wollten wir bewiesen, nicht das GEGENTEIL.

So ist jeder immer noch, wie Gott sich in ihm sehen wollte. Wer will Gott das absprechen?

Dass es hier anders wirkt, sind nur Hilferufe des veränderlichen Spiegelbildes...

Das Licht in jedem ist immer das Gleiche. Das Leben ebenso wie das Bewusstsein sind Ganzheiten. Nichts hinterlässt keine Spur und unser Vater möchte, dass wir ein liebevolles Universum annehmen können.

Was hätten wir vom unmöglichen Beweis eines inexistenten Gegenteils von Gott? Abgesehen davon, dass dieser unmöglich war, ist und bleiben wird?

Eine lichtvolle Woche für Euch

Michael