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Wie siehts mit dem Können aus?

 
Andrea
Re: Wie siehts mit dem Können aus?
by Andrea Shelor * * (R6) - Tuesday, 17 July 2012, 9:56 AM
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Hallo Seregon,

es freut mich, daß Du Dir weitergehende Gedanken gemacht hast und Dich auch vorher schon mit diesen Themen beschäftigt hattest, und vor allem freue ich mich darüber, daß Du dies hier auch schreibst.

Da Du sicher von Trashidrolma und anderen Forumsteilnehmern noch weitere Antworten erhalten wirst , konzentriere ich mich auf zwei Aspekte und werde mich dann wieder aus der Diskussion zurückziehen.

Du hast einige exzellente Gedanken im folgenden Absatz geschrieben:

"Wir haben einen freien Willen den uns Gott selber gegeben hat deswegen möchte ich selber bestimmen was passiert. (das solltet ihr auch)
Warum sollte man sich freiwillig in die Unfreiheit begeben? Man soll so handeln wie es sich richtig anfühlt.
(Gewissen oder innere Stimme (kann man) und natürlich die wichtigsten Richtlinien  z.b. 10 Gebote...solang man die Freiheit anderer nicht einschränkt oder einfach alles zusammengefasst das Doppelgebot der Liebe)"

Deine Hauptaussage sehe ich darin, daß wir uns aus freiem Willen dazu entscheiden können (und Deiner Meinung nach auch sollten), unserem Gewissen sowie z.B. den 10 Geboten zu folgen.  Das finde ich auch und das hast Du wirklich gut ausgedrückt.

Einer meiner Gedanken in meinem Beitrag war, daß man z.B. die 10 Gebote als einen Teil des göttlichen Willens betrachten kann. 
Es macht einen nicht unfrei, wenn man sich aus eigener Überzeugung dazu entschließt, sie einhalten zu wollen. Wie Du selbst schreibst, "man soll so handeln, wie es sich richtig anfühlt (Gewissen...)".

Zum zweiten ganz wichtigen Punkt: Du schreibst,

"Es gibt aber auch Ereignisse wie Krankheiten , Todesfälle die notwendig sind für die Person. (z.b. für die Entwicklung)....wenn ich ehrlich bin, wüsste ich wohl an dieser Stelle nicht mehr weiter.
Vielleicht würde ich selbst wenn ich es weiß der Person trotzdem helfen. Unbeteiligt zuschaun, wie eine Person leidet wäre nicht mein Fall. (...)"

Danke für Dein Vertrauen, dies mit uns zu teilen. Dies war sicher eine schwere Zeit und eine harte Prüfung für Dich und Deine Familie und es ist schwierig, hier angemessene Worte zu finden.
Wie auch immer der göttliche Wille in solchen Fällen ganz konkret aussieht - Du erwähnst selbst "Ereignisse, die notwendig für die Entwicklung der Person" sind - es gibt nach wie vor z.B. die 10 Gebote, und eines davon besagt, Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst. Und Menschen haben ja sowieso Empathie, wir empfinden Liebe und Zuneigung für andere, und auch wenn die Medizin nicht mehr helfen kann, so kann man einem kranken Menschen Liebe, Zuneigung und Unterstützung auf mehreren Ebenen geben, und vielleicht hast Du selbst erfahren, daß auch dies  eine Form der Heilung sein kann, selbst wenn man auf der körperlichen Ebene nicht mehr helfen kann.

Der Mensch hat neben seinen körperlichen auch emotionale und mentale Bedürfnisse, und vor allem hat er hier auch Potentiale, und vor allem auf diesen Ebenen finden die Entwicklungsprozesse statt, die Du angesprochen hast.

Du schreibst,
"Wie sollen wir uns weiterentwickeln wenn wir nicht eigenverandwortlich Denken.
Ich würde meine Verantwotung nutzen und den Kranken (wenn ER will) heilen und von mir aus verantwortlich Schuld auf mich nehmen."

Das kann ich gut verstehen und ich denke, wir können voraussetzen, daß auch Gott sehr gut weiß, daß wir uns am besten weiterentwickeln, wenn wir eigenverantwortlich denken. ;-) daher ja der freie Wille für die Menschen. Sicher wird ER es uns nicht übelnehmen, wenn wir versuchen, aus Liebe und Altruismus zu helfen. Und vielleicht wird uns dies umso leichter fallen, wenn wir unsere Grenzen erkennen. Wir sind eben nicht allwissend oder allmächtig. Der Qabbalist drückt dies aus durch die Worte und die Bitte: "Möge es DEIN Wille sein, daß ... ".

Herzliche Grüße
Andrea